Baumgartner über WM-Aus: „Das war mit Abstand am härtesten“

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Seine Kollegen von RB Leipzig gastieren am Donnerstag in der Champions League beim FC Como, er selbst kämpft sich nach seiner schweren Muskelverletzung vor der WM zurück. Christoph Baumgartner macht bei seiner Rehabilitation Fortschritte. „Ich fühle mich sehr gut und es geht wirklich voran“, sagt der 26-Jährige in einem Interview mit DAZN. Bis zur Rückkehr ins Mannschaftstraining werden noch einige Wochen vergehen. Derzeit arbeitet der ÖFB-Teamspieler individuell.

Die lange Zwangspause nutzt Baumgartner dazu, seinen Körper weiterzuentwickeln. Ein Grundlagenausdauertest sei zuletzt sogar besser ausgefallen als in einer Phase, in der er regelmäßig gespielt habe. Die Spielfitness könne allerdings erst wieder mit der Mannschaft und über Spielminuten erreicht werden. „Ich versuche, meinen Körper auf ein neues Level zu bringen“, sagt Baumgartner.

Der WM-Tiefschlag

Besonders gehadert hat er, dass er wegen der Verletzung die Weltmeisterschaft verpasst hat. „Das war mit Abstand am härtesten“, sagt Baumgartner. Die WM sei ein Ziel gewesen, auf das er sein Leben lang hingearbeitet habe. Nun will er sich bei der Rückkehr keinen unnötigen Zeitdruck machen. Die nächsten entscheidenden Schritte sind Sprinten und Schießen. Erst danach soll es ins Mannschaftstraining und langsam wieder zu Spielminuten gehen. „Wenn es ein, zwei Wochen länger dauert, dann dauert es länger. Wenn es früher geht, freue ich mich sehr darüber“, sagt er. 

Während der Reha versucht Baumgartner gleichzeitig, möglichst eng bei der Mannschaft zu bleiben. Vom neuen Leipzig-Trainer Martin Demichelis ist er angetan. Er lobt vor allem dessen Gespür für die Spieler und die Mischung aus Ruhe und argentinischem Temperament. „Er versteht auch, wie hart es ist, eine Weltmeisterschaft zu verpassen“, sagt Baumgartner, der mit Demichelis mehrere Gespräche geführt hat.

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Mentaltrainer bei der WM

Auch seine Rolle im ÖFB-Team während der WM hat ihm neue Einblicke verschafft. Baumgartner reiste trotz Verletzung mit und war offiziell als „Mentaltrainer“ gemeldet. Er fungierte als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam rund um Ralf Rangnick und konnte nach eigenen Angaben auch seine Meinung einbringen. Besonders interessant sei für ihn gewesen zu sehen, dass Entscheidungen von Trainern oft nur von Nuancen abhängen und nicht nur von der grundsätzlichen Qualität eines Spielers.

Bei Leipzig ist Baumgartner Vizekapitän und sieht sich auch während seiner Verletzung in der Verantwortung. Er will in der Kabine präsent sein, Gespräche führen und mit seiner täglichen Arbeit in der Reha ein Beispiel geben. Für ihn steht dabei der Mannschaftserfolg über den persönlichen Interessen. „Man sollte einfach der bleiben, der man ist“, sagt Baumgartner über seine Führungsrolle.

Leipzig hat hohe Ziele

Sportlich hat Leipzig große Ambitionen. In der Champions League wartet unter anderem ein Auswärtsspiel bei Manchester United auf Baumgartners besonderen Wunschgegner. Auch Real Madrid und Manchester City stehen auf dem Programm. Das Ziel ist klar: Leipzig will nach der enttäuschenden vergangenen Champions-League-Saison weiterkommen. 

In der Bundesliga sieht Baumgartner allerdings den FC Bayern als großen Favoriten. „Ich habe wenig Fantasie, dass die irgendwie schlechter sind als letztes Jahr“, sagt er. Leipzig müsse deshalb in jedem Spiel am Maximum agieren. Ein Titel ist für ihn dennoch nicht ausgeschlossen. Besonders der DFB-Pokal reizt Baumgartner: Leipzig hat den Bewerb bereits zweimal gewonnen, er selbst aber noch nicht. „Das …read more

Source:: Kurier.at – Sport

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