
780.000 US-Dollar (circa 670.000 Euro) bekommt eine Spielerin oder ein Spieler für den Einzug in das Viertelfinale der US Open. Eine Summe, mit der viele Spieler außerhalb der Top-100 einen schönen Teil ihres Jahresbudgets finanzieren könnten. In Deutschland gibt es Schätzungen, dass in eine junge Athletin oder einen Athleten bis zu 500.000 Euro investiert werden müssen, ehe klar wird, ob sie oder er einmal selbst damit Geld verdienen können.
Bei Jessica Pegula und Emma Navarro, die im Achtelfinale in der Nacht auf Mittwoch aufeinandertrafen, war dies immer egal. Geld war in den beiden Familien nie Antrieb für die erfolgreichen Tennis-Karrieren. Eher eine Starthilfe.
Das Vermögen des Investmentbankers und Unternehmers Ben Navarro, Emmas Vater, wird auf rund 3,2 Milliarden US-Dollar (etwa 2,8 Milliarden Euro) geschätzt. Terrence Pegula, der Vater von Jessica, hat in der Öl- und Gasbranche ein Vermögen von rund zwölf Milliarden Dollar (10,3 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Ihm gehören auch die NFL-Teams der Buffalo Bills und das NHL-Team der Buffalo Sabres.
Nach dem 3:6, 6:4, 6:3 wird Pegula die 780.000 Dollar weniger brauchen als einen Glücksgroschen für die nächste Runde. Denn da trifft sie auf die topgesetzte Titelverteidigerin Aryna Sabalenka. Die Belarussin bezwang die tschechische Wimbledon-Siegerin Linda Noskova am Dienstag 7:6 (1), 3:6, 7:6 (7) und wahrte ihren Status als Nummer 1 der Weltrangliste und Topfavoritin.
Das Duell mit der Nummer eins
„Es bedeutet mir alles. Es war sehr schwer physisch, schwül“, sagte Pegula über den Viertelfinalsieg. „Ich habe wirklich nicht meinen besten Aufschlag gezeigt und musste sehr viele Dämonen da draußen bekämpfen.“ Sie fordert Sabalenka zum dritten Mal in drei Jahren in Flushing Meadows heraus. Vor zwei Jahren im Endspiel und im Vorjahr im Semifinale hatte aber jeweils die Belarussin das bessere Ende für sich.
„Ich bin sprachlos, ich habe mich komplett an meine Grenze gebracht. Ich habe schon gedacht, dass das Spiel vorbei ist“, sagte Sabalenka. Den Matchball im Tiebreak verwandelte sie mit einem Ass beim zweiten Aufschlag. „Das war ein ganz wichtiger Punkt. Es zeigt einfach, dass ich bereit für den Kampf bin.“
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Source:: Kurier.at – Sport



