Raiffeisen NÖ-Wien beschließt Umbau

Wirtschaft

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien wird rückwirkend zum 1. Jänner 2026 ihren gesamten Betrieb – vor allem die Industriebeteiligungen – auf ihre 100 Prozent-Tochter Raiffeisenlandesbank (RLB) NÖ-Wien übertragen. Der diesbezügliche Beschluss von Geschäftsleitung und Aufsichtsgremien der Holding bzw. Landesbank von Mitte Juli wurde gestern, Mittwoch, im Zuge einer außerordentlichen Haupt- und Generalversammlung von Raiffeisen bestätigt.

Konkret werden mit diesem Schritt, wie berichtet, die Anforderungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Governance-Struktur zwischen der Holding und der RLB NÖ-Wien umgesetzt. Davon unberührt bleiben die Beteiligungsverhältnisse an den beiden Unternehmen.

Noch effizienter und schlagkräftiger

Ziel der neuen Struktur ist es laut Raiffeisen, die Unternehmensgruppe noch effizienter und schlagkräftiger aufzustellen. Gleichzeitig soll die Transparenz für Investoren und den Kapitalmarkt erhöht und die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen werden. Die Holding ist künftig als genossenschaftliche Finanzholding sowie 100 Prozent-Eigentümerin der RLB NÖ-Wien und damit als oberste Konzernspitze tätig. 

„Mit diesem Strukturumbau folgen wir nicht nur der regulatorischen Anforderung, sondern stärken auch unsere Rolle als wesentlicher regionaler Impulsgeber“, so Obmann Erwin Hameseder. „Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen. Denn der genossenschaftliche Förderauftrag bedeutet für uns, den wirtschaftlichen Erfolg direkt in die Region zurückfließen zu lassen und beide Unternehmen im Sinne unserer Mitglieder weiterzuentwickeln.“ 

Kein Kostensparprogramm und kein Personalabbau

Der Umbau sieht kein Kostensparprogramm und keinen Personalabbau bei den insgesamt rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor. „Es handelt sich um eine reine Strukturreform, die uns in den optimalen Leistungszustand bringen soll“, so Generaldirektor Martin Hauer. „Ein zentraler Vorteil ist der spürbare Effizienzgewinn, der durch eine noch engere Zusammenarbeit im gesamten Haus entsteht.“

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Im Rahmen der Versammlung wurde Stefan Jauk zum Obmann-Stellvertreter der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und als Mitglied des Aufsichtsrats der RLB NÖ-Wien gewählt. Der 50-jährige Jurist wird, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Raiffeisen-Gremien im Mai 2027, die Nachfolge von Hameseder als Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien sowie als Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien antreten. Bis dahin bleibt er Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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