Millionenpleite eines traditionsreichen Industriebetriebs

Wirtschaft

„Als Insolvenzursachen nennt das Unternehmen die anhaltende Krise in der Wellpappenindustrie, rückläufige Absatzzahlen sowie steigende Energie-, Material- und Personalkosten. Als wesentliche Auslöser werden der deutliche Rückgang des Auftragseingangs, operative Produktionsstörungen sowie die Kündigung des Factoringvertrags durch das finanzierende Institut genannt“, so der AKV. „Dadurch sei ein wesentlicher Teil der laufenden Finanzierung weggefallen. Zudem hätten Geschäftspartner die Liefer- und Zahlungsbedingungen verschärft.“

Über das Vermögen der Steirerpack GmbH mit Sitz in Pölstal/Möderbrugg wurde beim Landesgericht Leoben laut AKV ein Sanierungsverfahren beantragt und eröffnet. 67 Mitarbeiter sind betroffen, davon sollen 30 abgebaut werden.

Das traditionsreiche Unternehmen der papier- und kartonverarbeitenden Industrie mit Sitz in Pölstal/Möderbrugg stellt Wellpappe und Verpackungslösungen für Industriekunden her. Das Unternehmen wurde im Jahr 1902 gegründet.

Schulden und Vermögen

Laut AKV betragen die Verbindlichkeiten rund 2,95 Millionen Euro, hinzu kommen bereits von der Factorbank geleistete Anzahlungen in Höhe von rund 852.000 Euro. 

Die Aktiva bestehen aus dem Anlagevermögen und Bankguthaben in Höhe von insgesamt rund 779.000 Euro und aus Vorräten in Höhe von rund 1,44 Millionen Euro.

Die Zukunft

„Die Steirerpack GmbH strebt eine Unternehmensfortführung an und bietet den Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren an – neun Prozent binnen 14 Monaten und elf Prozent binnen 24 Monaten“, heißt es weiters.

Die Sanierungsmaßnahmen

Bereits eingeleitet wurden Restrukturierungsmaßnahmen: Die Kündigung von 30 Dienstverhältnissen wurde beim AMS bereits angemeldet. Zudem sollen Materialeinkauf und Produktionsprozess optimiert sowie Ertragslage und Liquidität verbessert werden.

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Helmut Fetz aus Leoben bestellt. Die erste Gläubigerversammlung findet am 7. Oktober statt, die Sanierungsplantagsatzung ist für 9. Dezember angesetzt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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