Gefahr oder Chance: Wie Österreichs Parteien KI einsetzen

Politik

KURIER: In welchen Bereichen setzt Ihre Partei KI ein? 

Neos: Als zukunftsorientierte und digitalisierungsfreundliche Partei stehen Neos technischem Fortschritt offen gegenüber. Wir nutzen daher auch KI, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen – etwa bei Routinetätigkeiten wie dem Durchsuchen und Aufbereiten großer Datenmengen.

Grüne: Als zukunftsorientierte und digitalisierungsfreundliche Partei stehen Neos technischem Fortschritt offen gegenüber. Wir nutzen daher auch KI, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen – etwa bei Routinetätigkeiten wie dem Durchsuchen und Aufbereiten großer Datenmengen.

SPÖ: Von der Erstellung von Texten, über Recherchezwecke, die Verarbeitung und Analyse größerer Datensätze sowie umfangreicher Dokumente bis hin zur Untertitelung von Videos oder oft auch schlicht als Inspiration für ein Sujet – die Anwendungsbereiche sind vielseitig.

Welche konkreten, parteiinternen Richtlinien gibt es bei der Verwendung von KI?

Neos: Wir lassen Risiken von KI (Datenschutz, Verbreitung von Falschinformationen, etc.) nicht außer Acht. Deshalb haben wir klare Richtlinien für den Umgang mit KI definiert, die in der letzten Phase der Umsetzung sind und dann regelmäßig aktualisiert werden. 

Grüne: Wir verwenden KI nur unter strikter Einhaltung unserer eigenen Richtlinien zur KI-Nutzung. Diese wurden im Vorjahr erstellt und Anfang des Jahres überarbeitet und legen besonderes Augenmerk auf Datenschutz, IT-Sicherheit und Kennzeichnungspflicht.

SPÖ: Da die KI sich ständig weiterentwickelt, ist die wichtigste Richtlinie, unsere Richtlinien regelmäßig zu evaluieren: menschliche Verantwortung, Datenschutz, Transparenz. Manipulation und täuschende KI-Inhalte schließen wir aus (Satire bleibt möglich, wenn klar erkennbar).

Wird in der Kommunikation – etwa auf Social Media – ausgewiesen, ob es sich um KI-generierte Inhalte handelt?

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Neos: Ja. Wenn wir Inhalte verwenden, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden, kennzeichnen wir das transparent – entweder im Bild oder im Text darunter.

Grüne: Auch im Social-Media-Bereich verwenden wir KI primär in unterstützender Funktion. Wir begrüßen aber die gesetzlichen Regelungen zur Kennzeichnung und weisen Content, der in seltenen Fällen mit Hilfe von KI erstellt wurde, entsprechend auch klar als solchen aus.

SPÖ: Grundsätzlich: ja. Ausgenommen sind kleinere KI-Unterstützungen bei Postings. Ein Beispiel: Zum Glück muss heute niemand mehr selbst die Untertitel eines Videos händisch eintippen. Das kann fast jedes Programm – und ist dabei oft KI-Technologie unterstützt.

In welchen Bereichen sollte der Staat künftig noch stärker auf KI setzen?

Neos: Die größten Potenziale liegen in Verwaltungsvereinfachungen und der Speicherung und Aufbereitung von Wissen in der Verwaltung. Einige dieser Potenziale sollen demnächst mit der AVG-Novelle für die Verwaltung zum Vorteil der Bürger möglich gemacht werden.

Grüne: Überall, wo KI Menschen entlastet und nicht ersetzt. In der Verwaltung kann sie Routineaufgaben übernehmen. Großes Potenzial gibt es in der Cybersicherheit, im Gesundheitswesen und beim Klimaschutz – vorausgesetzt, der Staat setzt auf europäische, offene Systeme.

SPÖ: Insbesondere im Bereich der Verwaltung, um effizienter und besser zu werden. Aber auch hier muss das Augenmerk auf Verlässlichkeit und Transparenz gelegt werden und bei Bedarf Menschen erreichbar sein.

Wie könnte man KI besser regulieren?

Neos: Der AI-Act bietet ein Grundgerüst, das den Rahmen für absehbare Risiken absteckt. Eine weitergehende Regulierung sehen wir kritisch, nationale Alleingänge wären nicht zielführend. Jetzt geht es darum, Erfahrungen im breiten Umgang mit KI zu sammeln.  

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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