Goldene Zukunft: Rot-weiß-rote Triumphe nicht nur im Davis Cup

Sport

Im Prater blühten wieder die Träume. Träume, die wahr wurden: Das „KURIER Austria Davis Cup Team“ um Kapitän Jürgen Melzer feierte die neuerliche Qualifikation für das Final 8 in Bologna ausgelassen im Wiener Prater. Nahe des großen 3:1-Sieges über Belgien, der auf der Anlage des WAC, des größten Tennisclubs in Österreich, sichergestellt wurde.  

Und auch die Träume über eine große Zukunft sind erfüllbar – Träume über Nachfolger von Jurij Rodionov und Co., die den Sieg im Prater sicherstellten. Denn nur rund 100 Kilometer von Wien, wo der erste Davis Cup seit 2008 über die Bühne ging, trumpfte Österreichs Nachwuchs auf.

 Und wie: Bei der U18-Europameisterschaft in Oberpullendorf gewannen die beiden 18-jährigen Thilo Behrmann und Florian Zimmer am Samstag im Doppel und standen sich am Sonntag, als Österreichs Davis-Cup-Helden den Feierlichkeiten Tribut zollen mussten, gar im Endspiel gegenüber. Ein Fingerzeig für eine schöne Zukunft. 

Der Wahl-Burgenländer Behrmann gewann an seiner Heimstätte, wo er bei Wolfgang Thiem trainiert, den ersten Satz mit 6:3, Zimmer drehte die Partie, indem er den zweiten Satz mit 6:3 für sich entschied. Der dritte Satz war ausgeglichen, Behrmann holte sich diesen letztlich mit 7:5 und damit den Europameistertitel. Zimmer ist übrigens pikanterweise Schützling von Günter Bresnik, der bis 2019 mit Wolfgang Thiem und Dominic Thiem zusammenarbeitete, ehe es zur nicht wirklich friedlichen Trennung kam.  

Diese neue Art der Zusammenarbeit lässt hoffen auf weitere gute Jahre. Nicht nur, weil an diesem Wochenende auch die 20-jährige Ekaterina Perelygina in Ägypten ihren ersten Titel bei einem 35.000-Event gewann. Denn da gibt es freilich noch, oder viel mehr vor allem die erst 18-Jährige Lilli Tagger, die längst auf die große Tour umstieg und nun in Asien bei Millionen-Events antritt. 

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Eine ganz große Hoffnung ist die erst 16-jährige Tirolerin Anna Pircher, die bei ÖTV-Nachwuchsturnieren mit großer Regelmäßigkeit wesentlich ältere Spielerinnen schlug und ebenfalls längst auf der WTA-Tour spielt. Einziges Manko: Pircher kämpfte immer wieder mit Rückenproblemen. Und Joel Schwärzler, der im Prater erstmals im Daviscup-Kader stand, ist ebenfalls erst 20, war vor nicht einmal zwei Jahren Nummer eins der Junioren-Weltrangliste. 

Dennoch will der Österreichische Tennisverband Reformen. Jürgen Melzer, auch Sportdirektor, wurde mit einem Konzept betraut (siehe oben). „Wir wollen wieder einen Thiem“, sagt ÖTV-Präsident Richard Grasl. Eines sei gesagt (und nicht ganz ernst zu nehmen): Unter Thiem schaffte Österreichs Davis-Cup-Team kein einziges Mal den Sprung ins Viertelfinale – nun steht man ohne Top-100-Mann zum zweiten Mal en suite in der Runde der besten 8. 

Fakt ist: Mit Zusammenarbeit und Teamgeist geht es weiter aufwärts. In Musters Zeiten gab es diesen wenig – auch deshalb ging es bald abwärts, 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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