Der Torwart-Held von Mattersburg: Kaltenböck erlöst den MSV

Sport

Von Lukas Bergmann

„Am Anfang hab ich gar nicht gedacht, dass ich das Tor schießen werde“, so begann Florian Kaltenböck das Gespräch, nachdem er in der 96. Minute mit einem heroischen Akt Mattersburg das Remis rettete. Er sprintete beim Stand von 2:1 für den SV Donau bei einer Standardsituation nach vorne, um mit der letzten Aktion des Spiels noch Eindruck zu hinterlassen. Das gelang ihm  mit einem Schuss, an den sich die Fans lang erinnern werden. Ein langer Ball flog in den Strafraum, es gab kurz Verwirrung. Auf einmal landete das Spielgerät vor dem Torhüter des MSV, dieser knallte die Kugel ins Eck und der Jubel war natürlich grenzenlos im Pappelstadion. Ein paar Tage danach gab er sich wieder ganz nüchtern: „Es war nicht das erste Tor in der Regionalliga für mich, deshalb ist das Gefühl nicht gänzlich neu. Dennoch habe ich eine Zeit lang gebraucht, um das, was da passiert ist, zu realisieren.“

Dabei war gar nicht klar, ob Kaltenböck mit nach vorne gehen soll oder nicht: „Ich habe auf die Bank geschaut, um abzuklären, ob ich mit nach vorne laufen soll. Der Trainer hat zwar alle nach vorne geschickt, hat mich aber nicht im Speziellen angeschaut. Deshalb war ich kurz unsicher.“ Im Endeffekt hat aber Florian Kaltenböck alles richtig gemacht. Die nach einer gelb-roten Karte dezimierten Mattersburger konnten mit diesem Tor noch das Maximum aus dem Spiel herausholen.

Dabei sah er nicht sofort, was da in der 96. Minute passierte: „Ich habe den Ball gar nicht wirklich ins Tor fliegen sehen. Ich habe mitbekommen, dass das Tornetz zappelte und dann war mir erst bewusst, was ich da gemacht habe.“ Im Endeffekt waren er und seine Kollegen mit der Leistung vor allem in der ersten Hälfte gar nicht zufrieden: „Es war allen klar, dass die erste Halbzeit nicht unseren Ansprüchen entsprach. Dafür haben wir in der zweiten Hälfte Moral und Kampfgeist gezeigt. Es spricht für die Mannschaft, dass sie nach so einer Leistung doch noch zurückkommen konnte.“

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Für Kaltenböck ist es auch ein besonderer Moment, vor allem deshalb, weil er vor seinem Wechsel von Admira Mödling zum Mattersburger SV  wegen einer schweren Schulterverletzung mehr als ein Jahr außer Gefecht war. Er verkörpert also die Mentalität, niemals aufzugeben, und diese machte sich in 96. Minute bezahlt. Jetzt heißt es für den Mattersburger SV, auf diesen Moment aufzubauen, denn die Gegner in der Hinrunde werden nicht einfacher. Mit zehn Punkten liegt der MSV im gesicherten Mittelfeld.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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