Besser als der Seriensieger: ÖSV-Teamoldie schlägt Superstar Prevc

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Als Talent geht Clemens Aigner ja nun wirklich nicht mehr durch. Mit seinen 33 Jahren ist der Tiroler vielmehr, nach dem Rücktritt von Manuel Fettner, inzwischen der dienstälteste Skispringer im österreichischen Team. 

Den jugendlichen Elan hat er sich freilich behalten. Sonst würde er heute auch nicht mehr durch die Lüfte fliegen und von der großen Karriere träumen. „Ich will den Durchbruch schaffen und endlich fixer Teil des Weltcupteams sein“, sagt Clemens Aigner.

In jeder anderen Nation wäre einer wie er gesetzt und müsste sich um seinen Status und seine Karriere keine Sorgen machen. Aber in Österreich mit seiner Riege an Weitenjägern und Trophäensammlern hat Aigner einen schweren Stand. 

Achter bei der Tournee

Als er 2024 seinen größten Erfolg feierte und die Vierschanzentournee als Achter beendete, noch vor den besten Springern aus Polen und Norwegen, nahm kaum jemand davon Notiz. „Weil drei andere Österreicher vor mir waren.“

6 Startplätze belegt

Auch für den kommenden Winter sind die Plätze im Weltcup bereits durch Jan Hörl, Stefan Kraft, Daniel Tschofenig, Maximilian Ortner, Jonas Schuster und Stephan Embacher belegt. 

Clemens Aigner bleibt somit wieder einmal nur der Umweg über den Kontinentalcup, in der zweithöchsten Serie werden im Sommer drei Startplätze für die ersten Weltcupbewerbe ausgesprungen. „Ich reiße mir gleich den Arsch auf wie alle anderen Springer, und es ist dann gefühlt immer ein bisschen zu wenig.“

Besser als Prevc

Stand jetzt sieht es freilich gut aus mit einem Ticket für den Weltcup. Clemens Aigner gewann am Wochenende beide Springen in Stams, aber weit mehr als dieser Doppelsieg beeindruckte, wen der Wipptaler dabei überflügelt hat: 

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Kein Geringerer als Domen Prevc (SLO), der beste Adler der Gegenwart, Olympiasieger, Weltmeister, Skiflugweltrekordhalter, landete abgeschlagen hinter dem Routinier. „Das tut richtig gut.“

Mit dem Material von Prevc

Clemens Aigner schlug Domen Prevc in Stams gewissermaßen mit den eigenen Waffen. Seit Sommer springt der Polizeisportler mit Skiern der Marke Slatnar, die den Überflieger aus Slowenien in den letzten zwei Wintern von Sieg zu Sieg schweben haben lassen. 

„Beim ersten Sprung hat es sich schon super angefühlt“, sagt Aigner. „Ich will heuer durchstarten und zeigen, was in mir steckt.“

„Ich mag nimmer“

In den letzten Jahren war Aigner im Paternoster unterwegs. Er pendelte regelmäßig zwischen Weltcup und Kontinentalcup, zwischenzeitlich war er aus allen ÖSV-Kadern geflogen und musste sich im FIS-Cup, der dritten Kategorie, abmühen. „2021 hab’ ich mir gedacht, ich mag nimmer.“

Aber der Stehaufmann hat sich noch ein jedes Mal zurückgemeldet und sich im Kontinentalcup für Kurzeinsätze im Weltcup empfohlen. Inzwischen geht er längst als Mister Kontinentalcup durch: 

Kein anderer Springer hat in dieser Serie mehr Siege (35) gefeiert als der 33-Jährige, in der letzten Saison sicherte er sich als erster Athlet zum dritten Mal die Gesamtwertung. „Ich bin ein Fighter, ich will auch im Weltcup vorne reinspringen.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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