Midterms-Wahlkampf: Trump erwähnte Biden bislang 900 Mal

Politik

Steigende Preise, brutale Abschiebungen, der Iran-Krieg – das sind die Themen der US-Kongresswahlen am 3. November. Während die Demokraten im Wahlkampf Großkonzerne und Spitzenverdiener stärker in die Pflicht nehmen wollen, fokussieren sich die Republikaner auf Ausgabenkürzungen und Steuerentlastungen. Zudem macht US-Präsident Donald Trump Wahlversprechen und stellt jedem US-Amerikaner 5.000 US-Dollar in Aussicht, sollten die Republikaner die Mehrheit in beiden Kongresskammern behalten.

Die Demokraten haben die steigenden Lebenshaltungskosten zum Kern ihrer Kampagne gewählt, Trump hat sich laut einer aktuellen Reuters-Auswertung hauptsächlich auf Joe Biden eingeschossen. Im Jahr 2026 soll Donald Trump den ehemaligen US-Präsidenten Biden, der im Jänner 2025 nach seiner Amtszeit abgetreten ist, 900 Mal namentlich erwähnt haben.

Joe Biden drei Mal am Tag erwähnt

In Reden, Äußerungen und Beiträgen auf Truth Social soll Trump Biden durchschnittlich dreimal täglich ins Visier genommen und ihm die Schuld an Problemen wie Inflation und Einwanderung gegeben haben, schreibt Reuters. Auch für die Munitionsknappheit des US-Militärs soll Biden verantwortlich sein, obwohl er seit seinem Ausscheiden aus dem höchsten Staatsamt nicht mehr politisch aktiv ist. Nach der Bekanntgabe seiner Prostatakrebs-Erkrankung im Mai 2025 zog sich Joe Biden aus der Öffentlichkeit zurück. 

Das ist allerdings kein Grund für Trump, weiter auf die Demokraten mit erhobenem Finger zu zeigen. Bei seiner Midterms-Rede in Dallas Mitte September sagte Trump, die demokratische Partei habe den Amerikanern „vier Jahre voller Katastrophen, Chaos und Tod unter dem schläfrigen Joe Biden“ beschert.

Aufgeteilt auf 200 Veranstaltungen und rund 190 Beiträge auf Truth Social soll Donald Trump Joe Biden mindestens 890 Mal erwähnt haben: 210 Mal im wirtschaftlichen Kontext, rund 170 Mal im Bezug auf die Einwanderungspolitik und 138 Mal im Zusammenhang mit Außenpolitik und nationaler Sicherheit. 

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Parallel dazu wurden Anfang September die Zustimmungswerte der Umfrage der University of Massachusetts Amherst veröffentlicht: Trumps Popularität befindet sich auf einem Rekordtief, 64 Prozent sollen ihn laut Umfrage ablehnen. 

Bei Melania Trumps Filmpremiere

Dabei soll Donald Trump bei unterschiedlichen Veranstaltungen kein gutes Haar an seinem Vorgänger gelassen haben: Ob bei der Filmpremiere von First Lady Melania Trump oder beim Nationalen Gebetsfrühstück – der Name Joe Biden fiel.

Anfang Juli beim NATO-Treffen in der Türkei erreichte Trump einen Höhepunkt mit 16 Erwähnungen von Joe Biden an einem einzigen Tag.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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