Rangnicks Wechsel: Warum starke Joker das ÖFB-Team auf Kurs bringen

Sport

Marko Arnautovic hat die Teamkarriere beendet, David Alaba und Marcel Sabitzer fehlten bei diesem Nationalteam-Termin von Beginn an. Konrad Laimer kam erst nach zwei Siegen nach, Paul Wanner, Nikolas Veratschnig und Sascha Horvath mussten nach diesen zwei Partien verletzt abreisen. Kevin Danso fehlte am Donnerstag beim 2:2 gegen Irland mit einer Gelb-Sperre.

Unterm Strich heißt das: Ralf Rangnick findet gerade nicht jene Personalsituation vor, die sich ein Teamchef wünscht. Und trotzdem ist das ÖFB-Team voll auf Kurs, liegt nach zwei Siegen und einem Remis auf Platz eins der Gruppe B3 in der Nations League.

Das ist zu einem guten Teil darauf zurückzuführen, dass der Teamchef in jeder einzelnen Partie personell nachlegen konnte. Ein Rückblick auf die perfekten Joker-Einsätze in den drei Partien.

Österreich vs. Israel

Beim 3:1-Sieg zum Auftakt in Linz hatte Österreich Anlaufschwierigkeiten. Den ersten Umschwung brachte schon vor der Pause Sasa Kalajdzic, der in der 37. Minute für Michael Gregoritsch ins Spiel kam und den Israeli sofort Probleme bereitete. Ab der Pause legte Rangnick mit Paul Wanner nach, der Techniker bereitete schließlich das erlösende Tor von Mwene zum 2:1 vor. Den Schlusspunkt setzte Kalajdzic nach Pass eines weiteren Jokers – Christoph Lang. Auch Sascha Horvath und Carney Chukwuemeka hatten in der Schlussphase in Linz entscheidend Energie auf den Rasen gebracht.

Österreich vs. Kosovo

Am Sonntag in Wien war das ÖFB-Team zwar schon zur Pause unterwegs in Richtung Sieg – Affengruber und Adamu hatten eine 2:0-Führung herausgeschossen. Entscheidend war trotzdem, wie Österreich nach Seitenwechsel die von Rangnick stets gepredigte Energie auf dem Platz hochhalten konnte. Carney Chukwuemeka kam in der 58. Minute ins Spiel und traf keine drei Minuten später artistisch zum 3:0. Mit dem 22-Jährigen kam Sasa Kalajdzic ins Spiel, stellte die Kosovaren vor Probleme und hatte beim dritten Treffer auch seine Beine im Spiel.

  Dr. Messi: Universität in Buenos Aires ehrt Fußball-Legende

Irland vs. Österreich

Die Österreicher spielten gar nicht so schlecht, wie das 0:2 zur Pause vermuten ließ. Rangnicks Dreifachtausch ging dann aber voll auf. Wöber brachte anstelle von Affengruber Stabilität in die Abwehr, Laimer machte mehr Tempo nach vorne als Seiwald und Gregoritsch unterstützte Kalajdzic ganz vorne gegen die drei irischen Innenverteidiger.

Noch effizienter war der vierte Joker: Alexander Prass machte über die linke Seite viel Tempo, schoss den Anschlusstreffer und holte den Freistoß heraus, den der zuvor eingewechselte Gregoritsch sehenswert zum Ausgleich verwandelte. Prass hatte sogar noch das Siegestor auf dem Fuß – das wäre fast schon kitschig gewesen.

Eine Regel hilft

Die vermutlich größte Erkenntnis bei diesem Länderspieltermin ist schon vor der vierten und letzten Partie, dass Österreich in der Breite besser aufgestellt ist, als man zuvor gedacht hat. Relativierend gilt: Die Gegner waren Israel, Kosovo und Irland – und nicht Spanien oder Argentinien. 

Sicher ist jedenfalls, dass eine Regeländerung aus dem Jahr 2022 den Österreichern entgegenkommt. Da hatten die Regelhüter des IFAB beschlossen, dass die während der Covid-Pandemie eingeführte Regeländerung von fünf statt drei Spielerwechsel dauerhaft bestehen bleibt. Rangnick hilft das, seinen intensiven Spielstil über 90 Minuten aufrecht zu halten. 

„Am Schluss hatten die Iren Mühe, das Tempo mitzugehen“, befand Rangnick nach dem 2:2. Irlands Teamchef Heimir Hallgrímsson stimmte zu: „Wir waren besser …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 3 times, 3 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.