SPÖ-Machtkampf: Zeiler mit neuer Website und offenem Brief

Politik

Auf Instagram ist er immer noch nicht, seit Freitag hat er aber zumindest eine Website: Gerhard Zeiler, der Andreas Babler gerade den Job des SPÖ-Bundesparteichefs streitig macht.

Die Website gerhardzeiler.info ging am frühen Freitagnachmittag online. „Vernunft stärken. Extreme verhindern“, steht auf der Startseite. Und weiter: „Mein Name ist Gerhard Zeiler, ich bin seit mehr als 50 Jahren Mitglied der SPÖ.“

Scrollt man hinunter, bezieht sich Zeiler in seiner ersten inhaltlichen Ansage auf Ex-SPÖ-Kanzler Bruno Kreisky und dessen „Versprechen“ von „Leistung, Aufstieg und Sicherheit“.

Weiter geht’s mit Auszügen aus Zeilers Biografie und Stichworten zu einem möglichen inhaltlichen Programm, mit dem der 71-jährige Medienmanager den amtierenden SPÖ-Chef herausfordern möchte: „Wohlstand, von dem jeder profitiert“ und „Gehälter, von denen man sich ein anständiges Leben leisten kann“, ist da zu lesen.

Darunter ein offener Brief an die „Genossinnen und Genossen“. Darin schreibt er: Ich hoffe, Ihr seid nicht ungehalten, wenn ich die Lage der Partei nüchtern, ungeschminkt und in klaren Worten beschreibe: Die SPÖ ist auf dem Weg, bundespolitisch irrelevant zu werden. Umfragen sehen uns bei 15 % mit Tendenz nach unten und in realer Gefahr, sogar von den Grünen überholt zu werden.„

Es gebe keinen anderen Weg, als “JETZT die Veränderung herbeizuführen„. Sonst werde es zu spät sein und der Vorsprung der anderen – gemeint sind die “Rechten und Extremen„ – nicht mehr aufzuholen sein.

Die SPÖ müsse in die Mitte rücken und wieder eine Positionierung einnehmen, in der sie erfolgreich gewesen sei, „und wieder sein kann“, schreibt Zeiler. Er bittet um Unterstützung für seinen „Weg der Erneuerung unserer Partei“ – ob auf einem Parteitag oder mit einer Abstimmung der Mitglieder. „Ich verspreche Euch, dass ich als Erstes alles daransetzen werde, die Einigkeit und Geschlossenheit aller Teile der SPÖ wiederherzustellen.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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