Die KURIER-Favoriten: Wer in der Nacht des Sports glänzen sollte

Sport

Wenn am kommenden Donnerstag in der Wiener Stadthalle die Österreichische Sporthilfe zur Lotterien-Gala lädt, dann kommt es abseits vom Kampf um Meter, Sekunden, Punkte oder Tore wieder zu einem der Höhepunkte des Sportjahres 2026. Seit 1949 werden die Sportler des Jahres gewählt, bei der Gala werden sie ausgezeichnet.

Gewählt wird von den Mitgliedern von Sports Media Austria (SMA), der Vereinigung der Sportjournalisten im Land. 2026 haben 296 Journalisten ihre Stimme abgegeben. SMA-Präsident Michael Schuen freut sich auf die Gala: „Wir haben immer wieder internationale Gäste, die uns versichern, dass unsere Veranstaltung die beste dieser Art ist.“

Genau eine Woche davor wurden die drei Topgereihten in jeder Kategorie bekannt gegeben. Da gab es das erste Resultat, das für Diskussionen sorgt. Olympiasieger Benjamin Karl ist nicht in den Top 3 bei den Männern. Wie sagte Schuen am Mittwoch beim Sportsbusiness.at-Breakfast-Club, als die Nominierten bekannt gegeben wurden? „Es wird unter den Sportjournalisten viel diskutiert. Es werden sportliche Leistungen abgewogen, aber natürlich fließen auch Persönlichkeit, Charakter und Sympathie in die Wahl ein.“

Lesen Sie unten eine ganz persönliche KURIER-Wertung, wer in den drei Haupt-Kategorien gewinnen sollte. Die Titelverteidiger sind Stephanie Venier, Daniel Tschofenig und das Eishockey-Nationalteam.

Janine Flock, die Grande Dame des Eiskanals

Dass Janine Flock im biblischen Sportleralter von fast 37 Jahren noch Olympiasiegerin im Skeleton wurde, liegt vor allem daran, dass sie 2018 eben nicht Olympiasiegerin wurde. Als Führende war sie in Südkorea in den letzten Lauf gestartet, als Vierte kam sie dann unten im Ziel an. Die größte Enttäuschung ihrer Laufbahn wurde fortan zum größten Antrieb der Rumerin.

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Viele andere wären daran zerbrochen und hätten längst die Karriere auf Eis gelegt, Janine Flock freilich verfolgte weiter ihren Traum von einer Olympiamedaille. Beharrlich, bewusst und mit der nötigen Portion Gelassenheit. Ihr Auftritt in Cortina war die reife Leistung einer zur Sportpersönlichkeit gereiften Athletin.

Die lange Vorgeschichte mit all den Irrungen und Wirrungen ist es, die diese Olympiagoldmedaille in

so außergewöhnlichem Glanz strahlen lässt. Es wird kaum jemand gegeben haben, der nicht mit Janine Flock mitgefiebert hat und der sich am Ende nicht mit ihr gefreut hat – zu gut ist das Drama von 2018 allen noch in Erinnerung. – CG

Felix Gall, der Stratege auf zwei Rädern

Die öffentlichen Reaktionen nach der Vuelta lassen erkennen, in welche Dimensionen Felix Gall inzwischen vorgedrungen ist. Der dritte Gesamtrang des Osttirolers wurde vielerorts fast schon mit Enttäuschung und Gleichgültigkeit quittiert. Als wäre es das Normalste der Welt, dass ein österreichischer Radprofi eine Grand-Tour in den Top 3 beendet.

Felix Gall ist erst der zweite Österreicher nach Adolf Christian (1957 Dritter bei der Tour de France), der es in einer der drei großen dreiwöchigen Rundfahrten auf das Podest geschafft hat. Nicht nur einmal: Vor seinem dritten Platz bei der Vuelta hatte der 28-Jährige den Giro d’Italia als Gesamtzweiter beendet. Felix Gall ist damit der einzige Radfahrer, der im Kalenderjahr 2026 gleich bei zwei Grand-Tours auf das Stockerl geradelt ist.

Mag sein, dass der Osttiroler keinen spektakulären Fahrstil hat; es mag stimmen, dass er im Sattel eher der Verwalter als der Gestalter ist. Und gut möglich, dass er mit …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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