Warum selbst ein Doppel-Olympiasieger nicht Sportler des Jahres werden kann

Sport

Die Österreichische Sportlerwahl sorgt traditionell für Diskussionsstoff. Das liegt in der Natur der Sache. Es gilt alle Jahre wieder abzuwägen, welche Leistung ist höher einzuschätzen, was wiegt denn schwerer: Eine Goldmedaille bei einem Großereignis, erreicht an einem einzigen Tag durch eine Sternstunde? Oder etwa doch eine Kristallkugel als Belohnung für die perfekte Performance über eine gesamte Saison?

Und weil sich diese Leistungen nicht so einfach vergleichen lassen, kommt dann noch entscheidender, gewinnbringender Faktor mit ins Spiel, die Persönlichkeit, der Charakter und die Sympathie, womit wir bei Benjamin Karl angelangt wären.

Der Niederösterreicher wäre als zweifacher Olympiasieger im Snowboarden zweifelsohne ein ernsthafter Kandidat für den Sportler des Jahres. Auf der Piste zählt er zu den Allerbesten und ist über alle Zweifel erhaben. Doch warum es Benjamin Karl nicht in die Top 3 geschafft hat, ist leicht erklärt.

Dumme und entbehrliche Aussagen

Er fiel abseits der Snowboardpisten negativ auf. Mit einem Rollenbild der Frau, das an die Steinzeit erinnert, mit dummen und entbehrlichen Aussagen, die er sich besser gespart hätte.

Damit hat sich Benjamin Karl für die Wahl zum Sportler des Jahres disqualifiziert. Nicht nur im Jahr 2026, sondern wohl für alle Zeit.

Er könnte bei der Heim-WM zweimal Gold holen, er könnte ein drittes Mal Olympiasieger werden – es würde ihm nichts bringen. Ein Sportler des Jahres sollte nicht nur als Sportler glänzen, sondern in erster Linie als Mensch.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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