Kneissl zu Aberkennung der Staatsbürgerschaft: „Dann soll es so sein“

Politik

Ex-Außenministerin Karin Kneissl solle ihre Staatsbürgerschaft verlieren, da sie „im Dienst eines fremden Staates“ stehe und damit Österreich Ansehen „erheblich“ schädige: Vergangenen März hat Neos-Europasprecher Dominik Oberhofer der zuständigen niederösterreichischen Behörde eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung übermittelt.

Kneissl wohnt seit rund zwei Jahren in der Oblast Rjasan in einem Holzhaus. Sie leitet den St. Petersburger Thinktank „Gorki-Zentrum“ und hat im russischen Staatsfernsehen mehrmals Österreich scharf kritisiert. Zum möglichen Entzug der Staatsbürgerschaft hat sich Kneissl nun gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti geäußert, wie die Kronen Zeitung zuerst berichtete.

Und die Aussage ist überraschend klar: „Wenn man mich zu einer staatenlosen Person machen will, dann soll es so sein. Ich kann mich an die UNO wenden, sie haben wunderbare weiße Pässe für Staatenlose“, so Kneissl. Auch eine Rückkehr in die österreichische Politik schließt Kneissl im selben Interview aus. Sie sei auch nie richtig in der Politik gewesen, sondern habe 18 Monate als „Expertenministerin“ gedient.

Dass sie keine Russin werden wolle, hatte die 61-Jährige übrigens im Juli klargestellt. „Glauben Sie wirklich, dass ich in diesem Alter plötzlich Russin werde? Nein. Ich bin müde und möchte nicht schon wieder alles ändern.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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