
Kanada gehen die strategischen Vorräte an Ahornsirup aus. Die Reserve der Provinz Quebec wird voraussichtlich bis Ende Februar 2027 vollständig aufgebraucht sein, teilte der Branchenverband PPAQ mit. Die verbliebenen Bestände seien bereits verkauft und würden bis dahin an die Käufer ausgeliefert, so ein Sprecher. Die Lagerbestände der Käufer seien nach Schätzungen des Verbands hingegen um mehr als 35 Millionen Pfund – knapp 16 Millionen Kilo – gestiegen.
Zum Hintergrund machte der Sprecher auf Nachfrage keine Angaben. Im vergangenen Jahr hätten sich etwa US-Kunden wegen des Zollstreits zwischen den USA und Kanada mit Vorräten eingedeckt, schreibt die Agentur Canadian Press. Die Exporte in die USA stiegen laut Regierungsangaben zwischen 2024 und 2025 um 17 Prozent, waren aber auch bereits im Vorjahreszeitraum und damit vor dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump, der den Zollstreit maßgeblich prägt, deutlich nach oben geklettert. Die USA sind demnach mit über 60 Prozent Hauptabnehmer – gefolgt von Deutschland mit gut 7 Prozent.
Kein Versorgungsengpass in Sicht
Quebec ist weltweit führend bei der Produktion von Ahornsirup: 2025 entfielen laut der kanadischen Regierung 75 Prozent der weltweiten Ahornsirupproduktion auf die kanadische Industrie und 90 Prozent davon auf Quebec.
Die strategische Reserve wurde eingerichtet, um angesichts von Ernteschwankungen eine relativ stabile Preis- und Angebotslage gewährleisten zu können. Einen Versorgungsengpass erwartet der Verband aber angesichts der vollen Lager der Käufer erst einmal nicht. Trotzdem hoffe man auf eine gute Erntesaison, um die Reserve wieder aufzufüllen.
Source:: Kurier.at – Politik



