
Im Frühling wurde die Bundesförderung für thermische Sanierung kurzerhand eingestellt, Förderanträge waren nicht mehr möglich. Im Fördertopf blieb nur noch Geld für den Kesseltausch. Das war ein herber Rückschlag für die Bau- und Immobilienbranche, aber auch für viele private Hausbesitzer. Erwartet wurde, dass der Fenstertausch und die thermisch-energetische Sanierung von Gebäuden vielfach verschoben würden.
Das ist so nicht eingetreten. Denn im ersten Halbjahr lag die Nachfrage nach Dämmstoffen und zertifizierten Wärmedämmverbundsystemen über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Der Absatz von Dämmstoffen erhöhte sich laut Branchenradar um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Nachfrage nach neuen Fenstern stagnierte auf Vorjahresniveau. „Das zeigt, der Sanierungsdruck ist hoch“, sagt Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Branchenradar. „Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise wächst das Interesse an einer thermischen Sanierung der Gebäudehülle.“
Es wird erwartet, dass die für 2027 beschlossene Aufstockung der Fördermittel für thermische Sanierungen auf 321 Millionen Euro den Markt beleben werden. Insgesamt stehen 500 Millionen Euro für die Gebäudesanierung und den Heizungstausch zur Verfügung.
Viele Hausbesitzer beauftragen daher bereits jetzt Dämmleistungen und energetische Beratungen, um ab November, wenn Förderanträge wieder möglich sind, startbereit zu sein.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



