Favoriten, Fragezeichen, frischer Wind: Alles zum Ski-Auftakt in Sölden

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Am Samstag wird mit dem Riesentorlauf in Sölden der Weltcupwinter im Ski-Zirkus eröffnet. Was es vor dem Auftakt auf dem Gletscher zu wissen gilt.

Wer steht beim Auftakt in Sölden im Fokus?
Aus österreichischer Sicht auf jeden Fall Julia Scheib. Mit ihrem ersten Weltcupsieg vor einem Jahr in Sölden hat die Karriere der Steirerin richtig Fahrt aufgenommen. Scheib hat sich nicht nur die Riesentorlauf-Kugel geholt, sie hat die Disziplin dominiert. Die 28-Jährige ist das neue Gesicht des österreichischen Frauen-Skiteams. Spannend, wie sich die Riesentorlauf-Spezialistin in diesem Winter im Super-G schlagen wird.

Kann jemand Marco Odermatt den sechsten Gesamtweltcupsieg in Folge streitig machen?
Wenn sich der Schweizer nur annähernd so souverän und konstant präsentiert wie in den letzten Wintern, dann ist er nur schwer zu biegen: 568, 605, 870, 702, 467 – die riesigen Vorsprünge bei den bisherigen fünf Gesamtsiegen verdeutlichen die große Dominanz von Marco Odermatt, der als einziger Läufer in der Lage ist, in drei Disziplinen zu gewinnen (Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf).

ÖSV-Allrounder Marco Schwarz war 2023 bis zu seinem Kreuzbandriss der letzte echte Herausforderer des Schweizers. Er glaubt, dass sich Odermatt in diesem Winter nicht mehr so spielen wird. „Das wird spannender.“ Schwarz verweist auf den Brasilianer Pinheiro Braathen, der fortan auch im Super-G starten wird. „Und in den Speedrennen wird Franjo von Allmen Odermatt zusetzen.“

Holt sich der ÖSV den Nationencup zurück?
Die Schweiz hat Österreich als Skination Nummer 1 abgelöst. Von 1990 bis 2019 war der Nationencup immer an den ÖSV gegangen, in den letzten sechs Wintern lag der Erzrivale fünfmal voran. Immerhin konnten die Österreicher in der vergangenen Saison den Rückstand auf 706 Zähler reduzieren. In Sachen Punktesammeln hat vor allem das ÖSV-Herrenteam Luft nach oben, die österreichischen Frauen distanzierten die Schweizerinnen schon im letzten Winter um 600 Zähler.

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Kommt es im Frauen-Weltcup in diesem Winter zur Wachablöse?
Gut möglich, dass Superstar Mikaela Shiffrin heuer vom Thron gestoßen wird. Schon im letzten Winter rettete die US-Amerikanerin im Gesamtweltcup gegen Emma Aicher einen hauchdünnen Vorsprung von 87 Punkten ins Ziel. Die deutsche Allrounderin ist die größte Herausforderin von Shiffrin. Das einzige Fragezeichen: Gelingt es Emma Aicher, die sämtliche Rennen bestreiten will, mit ihrer Energie hauszuhalten?

Gewinnt endlich wieder ein Österreicher den Abfahrtsweltcup?
Zeit wär’s. Der letzte Triumph war im Jahre Schnee: Klaus Kröll holte 2012 als letzter österreichischer Abfahrer die kleine Kristallkugel. Seither sind die Österreicher in der Königsdisziplin nur mehr Fußvolk.

Mit Vincent Kriechmayr gäbe es durchaus einen ÖSV-Abfahrer, der alles mitbringt, um diese lange Durststrecke zu beenden. Die Technik, die Risikobereitschaft, die Erfahrung – für den Oberösterreicher hat sich das Thema Abfahrtsweltcup aber meist bereits in Gröden erledigt. Auf der Saslong schaffte es Kriechmayr bei 13 Starts nur zweimal in die Top Ten.

Was ist von Marcel Hirscher bei seinem zweiten Comeback zu erwarten?
Auf jeden Fall ein großes mediales Trara, wenn der alpine Niederländer erstmals seit November 2024 wieder den Weltcup beehrt. Hirscher wird das Skifahren bestimmt nicht verlernt haben, aber seit seinem achten Gesamtweltcupsieg (2018/’19) hat sich einiges getan. Er ist mittlerweile 37, hat einen Kreuzbandriss hinter sich und macht nicht als erster Comebacker die Erfahrung, dass …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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