Millionenpleite eines ambitionierten Maschinenbauers

Wirtschaft

„Laut vorliegenden Insolvenzantrag liegen die Ursachen der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit im Wegbrechen in Umsatzeinbrüchen begründet.  Kunden bauten eigene Produktionskapazitäten im In- und Ausland und waren auch nicht bereit notwendige Preisanpassungen zu akzeptieren“, so der KSV1870. „Die Produktivität des Maschinenparks verschlechterte sich altersbedingt, es wären umfangreiche Investitionen erforderlich. Außergerichtliche Restrukturierungen zeigten nicht den gewünschten Erfolg.“

Und Creditreform berichtet über die Insolvenzursachen: „Es fehlte der Schuldnerin dann an der Flexibilität und Innovationskraft, um trotz der schwächelnden Wirtschaft gute Aufträge an Land ziehen zu können. Die Kostensteigerungen der letzten Jahre (Personal, Material, Miete) belasteten das Budget zusehends.“

Über das Vermögen der Karl Berger CNC- Maschinenbau GmbH, FN 108246k, mit Sitz in Mondsee ist am Donnerstag am Landesgericht in Wels ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Das bestätigt Günther Moser vom Österreichischen Verband Creditreform dem KURIER. 33 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen.

Das Traditionsunternehmen beschäftigt sich mit der Fertigung von Werkstücken für Maschinenbauer und diverse Einzelkunden. „Seit bald 60 Jahren steht CNC Berger für erstklassige Metallbearbeitung. In bereits dritter Generation führt Karl Berger jun. die Geschicke des Unternehmens – eine wahre Erfolgsgeschichte“, heißt es auf der Homepage.

Im Firmenbuch scheint, wie der Firmenname schon erahnen lässt, Herr Berger als geschäftsführender Gesellschafter auf. Der Betrieb ist fest in der Region verankert, es gibt viele Stammkunden.

Schulden und Vermögen

Die Passiva betragen 2,253 Millionen Euro, die Aktiva in 1,505 Millionen Euro. Es sind 82 Gläubiger betroffen.

 Die Zukunft

„Das Unternehmen soll fortgeführt und den Gläubigern ein Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent angeboten werden“, so Günther Moser Creditreform.

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„Der eingesetzte Insolvenzverwalter wird prüfen, ob und in welchem Umfang eine Fortführung des Unternehmens möglich ist“, erklärt Petra Wögerbauer von KSV1870 Linz.

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Andreas Meissner bestellt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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