
Die angespannte Situation in Frankreich fällt mit einer Zeit zusammen, in der das Aufkommen an reichem Publikum in der Seine-Metropole besonders hoch ist. Nun hat die Kunstmesse „Art Basel Paris“ bekannt gegeben, ihre Tore vorzeitig zu schließen und am Samstag und Sonntag keine Besucher mehr empfangen zu wollen. Die Messe, bei der sich Galerien aus aller Welt ein Stelldichein geben, hätte noch bis Sonntag im Grand Palais stattfinden sollen.
Über Instagram hatte es aber Aufrufe gegeben, sich am Samstag zu versammeln und „das Palais zurückzuerobern“. Vor diesem Hintergrund habe man sich zu dem Schritt entschlossen. Man entschuldige sich bei Besuchern und Ausstellern, hieß es. Die „Art Basel Paris“ ist für den Kunstmarkt eine enorm wichtige Veranstaltung,und mittlerweile fast bedeutender als der Stamm-Event, der im Sommer in der Schweiz stattfindet. Aussteller investieren teils hunderttausende Euro in Standmieten und Transporte.
Einen außerordentlichen Schließtag kündigte auch die Fondation Louis Vuitton an. Das im großen Park Bois de Boulougne gelegene, vom Stararchitekten Frank Gehry geplante Museum wurde von Bernard Arnault gegründet, dem Eigentümer des Luxuskonzerns LHMH und einem der reichsten Menschen der Welt. Auf der Website der Fondation war am Donnerstag keine Begründung für den Schließtag angegeben. Die „Bourse de Commerce“, der Schauraum des Luxusmarken-Inhabers Francois Pinault, gab am Donnerstag noch keine Einschränkungen des Betriebs bekannt.
Im Umfeld der „Art Basel Paris“ finden auch zahlreiche Nebenmessen, Galerieausstellungen und Events statt. Welche davon von möglichen Protesten betroffen sind, ist noch nicht klar, Veränderungen der Lage sind jederzeit möglich.
Source:: Kurier.at – Kultur



