„Nobody Wants This“ 3: Wenn Psychopathen den Geschirrspüler einräumen

Kultur

Eine Entwarnung gleich zu Beginn: Das nervtötende Piepen des leeren Rauchmelders kommt aus der Serie, nicht aus der eigenen Wohnung. Niemand muss aufstehen und nachschauen, ob noch Batterien im Haus sind. Sondern kann sich voll und ganz ins Rom-Com-Vergnügen stürzen. Denn zwei Lieblinge der Millennials, Kristen Bell und Adam Brody, sind mit einer neuen Staffel von „Nobody Wants This“ zurück.

2024 wurde die Liebesgeschichte zwischen einem Rabbi und einer atheistischen Sexpodcasterin zum Hit auf Netflix. Zwei Staffeln lang konnte man mitfiebern, ob Joanne (Bell) und Noah (Brody) aller Schwierigkeiten zum Trotz zusammenbleiben. Oder nicht. Oder doch. Zuletzt hatte das Hin und Her die Spannung ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Denn die zweite Staffel wiederholte im Prinzip den Konflikt der ersten.

Nun bewegen sich die beiden zumindest auf etwas unbekannterem Terrain: Joanne und Noah sind zusammengezogen und lassen keine Gelegenheit aus, einander freudestrahlend daran zu erinnern: „Hey, wir wohnen jetzt zusammen!“

Natürlich bleibt es nicht so harmonisch: Denn Joanne will in der Früh gerne ihre Ruhe, während Noah an ihrer Unordnung verzweifelt: „Du räumst den Geschirrspüler ein wie ein Psychopath!“

Knabbern

Neu ist auch, dass Joanne einen Kurs besucht, um mehr über das Judentum zu lernen – schließlich will sie konvertieren, damit Noah den Job des Oberrabbiners bekommt. Sein Bruder Sasha (Timothy Simons) hat indes an der Trennung von seiner Frau Esther (Jackie Thorn) zu knabbern und sich in seiner Verzweiflung die Haare blondiert.

Joannes Schwester Morgan (Justine Lupe) wiederum merkt, dass sie als Solo-Podcasterin erfolgreicher als im Duo ist. Schließlich, so die Conclusio, will niemand das Gerede der unverschämt glücklich vergebenen Joanne hören. Ein Befund, der sich auf die Serie übertragen lässt: Die spannende Kennenlernphase ist irgendwann vorbei. Und das sollen nun die Probleme von Sasha und Morgan ausgleichen.

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Was „Nobody Wants This“ beim Plot fehlt, macht die Serie aber mit ihrem Wohlfühl-Vibe wieder wett. Die Charaktere sind witzig, alle haben schöne Häuser, niemand scheint je arbeiten zu müssen und Los Angeles ist sonnig, aber nie zu heiß. Auch die meisten Probleme lösen sich unkompliziert. Und das ist für einen Serienabend doch auch nicht schlecht.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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