Kevin Wimmer nach 0:4: Abschied aus Linz mit denkwürdigem Interview

Sport

Es gibt Fußballprofis, die Interviews nur führen, weil es vorgegeben wird. Es gibt auch welche, die nach Siegen gerne reden, aber sonst einsilbig werden.

Kevin Wimmer gehört weder zur einen noch zur anderen Gruppe.

Der 33-Jährige aus Oberösterreich gab nach der 0:4-Pleite mit Slovan beim LASK ein außergewöhnliches Interview.

Der Innenverteidiger, der selbst aufgrund von Temponachteilen – und später Schmerzen an den Adduktoren – eine schwache erste Hälfte gespielt hatte, rechnete mit dem eigenen Verein auf Sky knallhart ab.

Wimmer, nicht mit rotem Kopf, sondern bereits geduscht und wohl überlegt, kritisierte …

… die Taktik:

„Wir haben es erstmals mit der Fünferkette versucht. Das wäre gegen den LASK wohl auch das richtige Mittel gewesen, aber wir haben es vor dem Spiel noch nie trainiert.“

… die Rotation:

„Vier von unseren Stammspielern sind draußen gesessen. Bei uns wird jetzt der Fokus auf die Liga gelegt, da sind wir nur Zweiter und es zählt nur der erste Platz. Warum qualifizieren wir uns dann für die Champions League, wenn wir nach Linz kommen und nicht einmal versuchen, zu punkten?“

… die Belastungssteuerung:

„Ich verstehe das nicht. Warum wird so viel rotiert, wenn nach dem Wochenende eh wieder eine Länderspielpause ansteht?“

… den Kader:

„Es ist bei uns vor allem eine Qualitätsfrage. Die ganzen Routiniers sind weg. Man kann den Spielern nicht viel vorwerfen.“

Ob das ehemalige LASK-Talent Wimmer zurück in Bratislava von Promi-Trainer Yaya Toure auf die Bank befördert wird?

Der frühere Teamspieler rechnet ohnehin mit einer längeren Pause: „Ich habe nach 20 Minuten Schmerzen bei den Adduktoren bekommen. So, wie es sich jetzt anfühlt, ist es ein Muskelfaserriss.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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