Zündstoff OÖ-Derby: Wenn 60 Kilometer zu Welten werden

Sport

Rapid gegen Austria. Oder Sturm gegen den GAK. Diese Stadtderbys bürgen für enorme Brisanz.

60 Kilometer Luftlinie sind Linz und Ried voneinander entfernt. Aber die Duelle zwischen dem LASK und den Innviertlern sorgen stets für Zündstoff. Und das OÖ-Derby tut das auch vor dem Duell am Samstag (19.30 Uhr, Sky) in Ried. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten, ist einem Rieder Fanklub eine große Choreografie abhandengekommen. Diese soll in den vergangenen Tagen aus der Messehalle in der Nähe des Stadions gestohlen worden sein. Ob sich LASK-Fans ein Jux erlaubten, ist noch nicht bekannt.

Ein Spaß, zumindest für die LASK-Anhänger und den neutralen Beobachter, war das bisher letzte Duell. Weil es – im Gegensatz zu den letzten Derbys in Wien und Graz – an Dramatik nicht zu überbieten war. Da gewann der Meister im Cup-Achtelfinale ein Torspektakel gegen den Lokalrivalen zu Hause mit 5:4 (3:3, 2:1) nach Verlängerung. Der LASK lag 0:2 und 1:3 zurück und rettete sich durch einen Treffer von Xavier Mbuyamba in die Verlängerung, die die Elf von Trainer Didi Kühbauer letztlich für sich entschied.

Brandgefährlich

Richtig heiß wurde es im Februar dieses Jahres nach einem Derby. Damals beherrschte ein „Schal-Skandal“ vor allem die oberösterreichischen Medien. Ried-Präsident Thomas Gahleitner wurde mit einem brennenden LASK-Fan-Schal gefilmt. Der „Zündler“ rechtfertigte sich damals, dass es sich dabei nur um einen humorvollen, freundschaftlichen Schlagabtausch mit Bekannten aus dem LASK-Fanlager gehandelt habe. Das Spiel endete mit einem 1:1.

Rund einen Monat später gab es dieses Duell schon einmal im Cup. Der LASK siegte im Halbfinale, ebenfalls nach Verlängerung, mit 2:1. Lukas Kacavenda, mittlerweile von Dinamo Zagreb zurückgeholt, traf in der 108. Minute per Kopf entscheidend. Die Emotionen gingen in diesem Spiel nach der „Causa Schal“ besonders in die Höhe, am Ende verweigerte Kühbauer dem damaligen Ried-Trainer Maximilian Senft den Handschlag. „Emotionen gehören zum Fußball dazu. Am Platz Emotion, auf der Bank nicht“, erklärte Kühbauer. Spötter sagten, Kühbauer meinte mit Bank ein Geldinstitut.

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In der Bundesliga gab es dieses Duell im August auch wieder – und siehe da, es war kaum spannend. Der LASK siegte daheim mit 4:1 – obwohl auch hier Ried durch ein Tor von Pape Sissoko in Führung gegangen war.

Der Double-Sieger ist freilich auch dieses Mal der Favorit, die Rieder schlagen sich aber mit dem neuen Coach Mario Despotovic durchaus wacker, liegen als Sechste über dem Strich – mit vier Punkten Vorsprung auf den Siebenten, die WSG Tirol.

Heiße Phasen

Der LASK liegt zwar acht Punkte hinter Leader Rapid, darf aber noch vom Meistertitel träumen. Im Cup ist man noch dabei – und in der Champions League kann man nach dem 4:0 gegen Bratislava als erstes österreichisches Team seit Salzburg (2021/22) den Sprung in die K.-o.-Phase schaffen.

Der Favorit ist klar, ebenso wie die Weisheit: „Ein Derby kennt eigene Gesetze.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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