
Es war ein Serienereignis, wie man es aus deutscher Produktion vielleicht noch nie zuvor erlebt hat. Als Tom Tykwer sich anschickte, die Kriminalromane von Volker Kutscher zu verfilmen, tauchte man 2017 mit Staffel 1 von „Babylon Berlin“ ein in die Weimarer Republik, in eine Stadt der Gegensätze: krasse Armut, die Menschen dazu zwang, unappetitliche Dinge für Geld zu machen, Kriminalität, posttraumatische Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs, aufkommender Extremismus auf der einen Seite, Freizügigkeit, Ausschweifungen und Hedonismus auf der anderen Seite. Nun geht die Serie in ihre fünfte und letzte Staffel (Samstag, 20.9., vier Folgen hintereinander ab 20.15 Uhr; vier Folgen am Freitag, 25. 9., ab 22.20 Uhr, jeweils ARD).
Und damit auch in die dunkelste Zeit, die Polizist Gereon Rath und Kollegin Charlotte Rittter erleben: Es ist das Jahr 1933, Hitler wurde zum Reichskanzler ernannt. Charlotte untersucht eine Mordserie an ehemaligen Frontsoldaten. Eine brisante Akte ist verschwunden, die Hitlers Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg in ein neues Licht rückt. Gegen den baldigen Diktator zu ermitteln, ist freilich ein überaus riskantes Unterfangen. Zudem verschwindet plötzlich Rath.
Die letzte Staffel basiert – mehr oder weniger lose – auf dem fünften Gereon-Rath-Roman „Märzgefallene“ von Volker Kutscher. Der Autor hat die Reihe um den Berliner Polizisten 2024 mit dem zehnten Band, „Rath“, der 1938 spielt, abgeschlossen.
Source:: Kurier.at – Kultur



