
Im Hof einer KURIER-Leserin steht ein Pappelbaum, der orangefarbene Flecken auf den Blättern aufweist: „Meine Pflanzen unter ihm wachsen kaum und bei manchen, wie der Forsythie oder dem Veilchen, sehen die Blätter wie angenagt aus. Ist der kranke Baum die Ursache oder vielleicht doch Insekten?“
„Bei den Flecken auf den Pappelblättern handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Pappelrost, eine Pilzerkrankung“, erklärt Wolfgang Praskac. „Diese trifft vor allem geschwächte, ältere Pappeln bzw. kann sich gut ausbreiten an dauerfeuchten oder schattigeren Standorten.“
Sein Tipp
„Diese Gartenanlage gezielt gießen. Das heißt, wenn Sie gießen, dann ordentlich und durchdringend, anschließend wieder mehrere Tage abtrocknen lassen, nicht ständig feucht halten. Vertrocknete Zweige und Äste sollten unbedingt aus der Krone herausgeschnitten werden. Im Herbst ist es ratsam, das Falllaub aus den Beeten, Rabatten und vom Rasen zu entfernen, um eine Neuinfektion im Frühling zu vermeiden.“
Für die buchtenartigen Fraßstellen sieht der Experte eine andere Ursache: „Hier ist vermutlich der Dickmaulrüssler am Werk. Als erwachsener Käfer frisst er oberirdisch – bevorzugt abends und nachts – an den Blättern und Knospen, sein Jugendstadium als Larve ist aber gefährlicher. Denn die Larven fressen oft massiv an den Wurzeln und bringen somit ganze Pflanze zum Absterben.
Seine Bekämpfung kann einerseits auf chemischem Wege erfolgen – durch Gießen und Spritzen eines systemisch wirkenden Insektizides oder durch die biologische Variante durch die Ausbringung von Nematoden. Das Absammeln der Käfer am späten Abend bringt als Erste-Hilfe-Maßnahme Linderung.“
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



