Jungle macht gute Laune: Die schönen Sommer einst in der Jugend

Kultur

„Unsere Referenz war ,Pet Sounds‘ von den Beach Boys“, erklärt Tom McFarland von der Band Jungle. „Ein fröhlicher Sound, der uns und dem Publikum Spaß macht.“ Und das gelte nicht nur für das eben erschienene Album „Sunshine“, mit dem er, Josh Lloyd-Watson und Sängerin Lydia Kitto dem Zeitgeist unbändig fröhliche Vibes entgegensetzen: „Das war immer schon unser Bestreben.“

Trotzdem klingt das britische Trio mit „Sunshine“ ganz anders als 2013, als McFarland und Lloyd-Watson mit Neo-Soul-Sounds starteten. Über die Jahre kamen Einflüsse wie Hip-Hop und Funk dazu, 2023 gaben sie dem Album „Volcano“ Disco-Rap-Feeling. Bei „Sunshine“ dürfen jetzt Latin Sounds neben Soul stehen und ein auf Computer-Produktion basierender Song wie „Romeo II“ neben „Carry On“, das nur von akustischer Gitarre, Drums und einem Bass begleitet wird.

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Großen Anteil an dieser Entwicklung hat Kitto, die seit diesem Album fixes Bandmitglied ist. „Sie hat einen fantastischen Sinn für Melodien und Harmonien“, erklärt McFarland. „Mit ihr haben wir jetzt den Sound, den wir immer haben wollten, aber zu zweit nicht erzielen konnten. Für ,Volcano‘ haben wir ihre Stimme noch gesampelt und verfremdet, auf ,Sunshine‘ aber haben wir sie natürlich gelassen, was dem Album ein organisches Feeling gibt. Lydia arbeitet seit 2019 mit uns. Wir waren viel mit ihr auf Tour, wo es Backstage immer Momente gibt, wo wir zu dritt drauflos spielen und aus dem Stegreif Songs entstehen. So ist Lydia ganz natürlich in die Band hineingewachsen, und es fühlt sich für uns nicht neu an, zu dritt zu sein.“

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Wie die Beach Boys bei „Pet Sounds“, verbinden Jungle auf „Sunshine“ ihren Happy-Sound mit nostalgischen Texten, die „auf der Annahme basieren, dass die Sommer in der Jugend viel schöner waren als die, die man jetzt hat“.

Eine Jugend, die McFarland für weit unbeschwerter hält als die seiner drei Kinder: „Josh lebte nebenan. Als wir zehn Jahre alt waren, sprang er über meinen Gartenzaun und sagte ,Hallo‘. Danach haben wir zusammen Fußball gespielt und begonnen, mit den Instrumenten, die wir im Haus hatten, zu experimentieren. Wir sind die letzte Generation, die das Glück hatte, die Kindheit ohne iPhone, Social Media und Internet zu verbringen“, sagt er. „Und weder ich noch einer meiner Freunde würde heute seine Kinder allein in den Park gehen lassen. Josh und ich haben das dauernd gemacht. Deshalb schauen wir mit Sehnsucht und Traurigkeit auf unsere Kindheit.“

Auch als Musiker lieben die beiden die Schnittstellen zwischen analog und digital: „Wir wuchsen in der Zeit von Oasis, Blur, den Libertines und Kings Of Leon auf, sahen deren Shows. Wie liebten aber auch die Alben von Justice und Daft Punk und speziell die von Air und Moby. Denn das war elektronische Musik verbunden mit akustischen Instrumenten und natürlichem Gesang“, sagt er. „Fraglos hat moderne Technologie auch Vorteile, aber das natürliche Element gab der Musik ein menschliches Feeling.“

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Einen Vorteil der Sozialen Medien konnten Jungle 2023 mit ihrem Song „Back On 74“ genießen. Der Track ging viral und lieferte den Londonern ihren bisher größten Hit. Den, aber auch „Busy Earnin’“ von 2014 und die neuen Songs von „Sunshine“ werden Jungle mitbringen, …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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