Sex und Crime und Kaiserschmarrn: „Horrible Habsburger!“

Kultur

Von Emilia Beutler

Wahnsinnige Königinnen, Urkundenfälscher, lesbische Erzherzoginnen und Kaiser, die im Papierkorb durch die Hofburg rollen: Das Theater zum Fürchten nimmt in der Wiederaufnahme von „Horrible Habsburger! Sechshundert Jahre Sex & Crime & Kaiserschmarrn“ bis Ende August das altehrwürdige Kaiserhaus erneut auf den Arm.

In Form eines Stationentheaters wandert das Publikum im „Theater im Bunker“ in Mödling von einer absurden Persönlichkeit zur nächsten. In 15-Minuten-Abständen betritt man in kleinen Gruppen zusammen mit der frisch verstorbenen Habsburgerin „Nozzerl“ die „Kapuzinergruft“. Der Neuankömmling arbeitet sich dann samt Zuschauerschaft von einem verrückten Verwandten zum nächsten. 

Über 900 Meter Bunker (bei zwölf Grad, Pullover UND Jacke sind wärmstens empfohlen!) erzählen dann in 17 Szenen die Habsburger selbst ihre Geschichten.

Das Publikum steht dabei hautnah an den Darstellern, die Leib und Seele in die skurrilen Figuren bringen, alles natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern. Intendant Bruno Max samt Team gelingt es dabei, durch karikatureske Überzeichnungen herzhafte Lacher hervorzuholen, unterbrochen von Hintergedanken, ob die bizarren Figuren vielleicht doch gar nicht so weit hergeholt sind – und wie Österreich unter diesem Haufen „Irrer“ zu einer Großmacht in Europa werden konnte.

„Horrible Habsburger!“ ist schräg, extravagant und in erster Linie superwitzig, auch Geschichtemuffel werden ihren Spaß haben.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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