Ein Würfel für die Menschenrechte

Kultur

Von Emilia Beutler

Zum Lärm der Motorräder am Ring, der Touristen und der Baustellen vor der Hofburg mischt sich eine weitere Klangquelle am Heldenplatz. Von einem würfelförmigen Metallgerüst klingen einzelne Worte, jedes von einer anderen Person artikuliert, die sich erst bei genauerem Hinhören als zusammenhängender Text entpuppen.

„wort für wort – totale rezitation der allgemeinen erklärung der menschenrechte“ ist eine Kunstinstallation nach einer Idee vom künstlerischen Multitalent Gerhard Rühm. In einer Aktion im Jänner 2025 lasen rund 1.400 Menschen je ein Wort der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor dem Wiener Volkstheater vor. Die Aufnahme davon wurde auf Betreiben von Georg Weckwerth, Leiter vom TONSPUR Kunstverein, von Martin Leitner montiert und wird nun bis Ende August täglich von 10 bis 20 Uhr vor dem Weltmuseum abgespielt. Die Deklaration kämpft gegen den umliegenden Lärm an. Sie wirkt wie ein Symbol der derzeitigen Weltlage, in der die Menschenrechte immer mehr übertönt werden, es lohnt sich, innezuhalten. Emilia Beutler

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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