Volks- und Weltmusik gehen Hand in Hand: Herbert Pixner in Wien

Kultur

Thermisch überraschend kühl war es im ausverkauften Konzerthaus am Samstagabend. Und erst recht cool die in einem breiten emotionalen Spektrum angesiedelte Melange aus zeitgenössischer Alpen-Volksmusik, Tango, Blues, Jazz und moderner World Music.

Denn das Herbert Pixner Projekt auf „Tour 2026“ in teilweise neuer Quintett-Besetzung u. a. mit Elisabeth Jamnik an der Harfe hat viel mit Fühlen und Spüren zu tun bei besinnlichen Stücken wie dem neu arrangierten „Morgenrot“ oder dem imposanten Soundgemälde „Wetterleuchten“ des Albums „From The Dark Side Of The Alps“, das sich mit den Sagen und Mythen der Bergwelt befasst.

„Pfiati“ und „Lost Elysion“

Nach einem „Prelude“ weht „Lets Dance, Baby!“ aus dem Album „Bergwild“ wie ein gut gelaunter, kraftvoller Wind durch den Saal, ehe die Reise nach Süditalien geht und eine „Tarantella“ rasant dahinbrettert.

Musikalische Gusto- Stückerln zum Wiederhören sind „Dolomites“, bei dem sich der Multiinstrumentalist Pixner zunächst mit verzerrten Tönen der Steirischen Harmonika mächtig ins Zeug legt, ehe eine der vielen Gitarren von Manuel Randi langsam ins Klangbild kommt; berührend auch die in ein Musikstück umgewandelte Sage „König Laurins Rosengarten“. Und ebenso humorvoll wie wuchtig der Blues „Stirb langsam, Brandner!“

Auf „Pfiati“, einen musikalischen Abschiedsgruß „in Erinnerung an liebe Menschen, die nicht mehr da sind“, folgt „Poppy“ mit Mandoline, als „aufgeheiztes Sommerstück“ par excellence.

Höhepunkte nach der Pause sind „Tango to go“ mit einem entfesselten Alex Trebo solo am Bösendorfer-Flügel, „Könige der Nacht“, das – eigentlich aus dem Weihnachtsalbum – auch im Sommer bestens funktioniert, und das grenzgeniale „Lost Elysion“, das wie kein anderes Stück ins Gmüat geht.Werner Rosenberger

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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