
Manche Umbenennungen treibt Donald Trump selbst voran, andere kommen von politischen Verbündeten. Was einst nach einer Kuriosität aussah, ist inzwischen eine bemerkenswert lange Liste.
Der jüngste Fall ist der Lake Ontario. Trump will den See, der die USA und Kanada trennt, in den USA künftig „Lake America“ nennen. Kanada hat bereits klargestellt, dass man den neuen Namen nicht übernehmen wird. „Ontario“ stammt aus einer indigenen Sprache und bedeutet sinngemäß „großer See“.
Golf von Amerika
Wenige Stunden nach seinem Amtsantritt 2025 hatte sich Trump den Golf von Mexiko vorgenommen. Für US-Bundesbehörden heißt er seither „Golf von Amerika“. Mexiko stellt sich gegen die Änderung. Google Maps übernahm die Bezeichnung: In den USA erscheint „Gulf of America“, in Mexiko weiterhin „Gulf of Mexico“. Außerhalb der beiden Länder führt Google beide Namen – so weitreichend ist Trumps Namenspolitik.
Trump-Kennedy Center
Weniger erfolgreich verlief der Versuch am John F. Kennedy Center. Das Kulturzentrum trägt den Namen des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy und soll an dessen kulturelles Engagement erinnern.
Nachdem Trump die Kontrolle über das Kuratorium übernommen hatte, wurde zusätzlich sein Name an der Fassade angebracht. Ein Gericht stoppte die Umbenennung. Trumps Buchstaben musste wieder entfernt werden, sehr zum Ärger des Präsidenten.
Mount McKinley
Der Berg wurde 1896 nach dem späteren republikanischen US-Präsidenten William McKinley benannt. Die indigene Bezeichnung „Denali“, sinngemäß „der Große“, wurde 2015 von Präsident Barack Obama offiziell eingeführt. 10 Jahre später machte Trump machte diese Entscheidung rückgängig. Der Name erinnert damit erneut an einen Präsidenten, dessen Politik für wirtschaftlichen Nationalismus und hohe Importzölle stand – Werte, an die auch Trump anknüpft.
Das Friedensinstitut
Auch vor dem „United States Institute of Peace“ machte Trump nicht halt. Das 1984 vom Kongress gegründete Institut sollte dabei helfen, internationale Konflikte zu verhindern und Frieden zu fördern. 2025 versuchte die Trump-Regierung, die Einrichtung aufzulösen und übernahm deren Gebäude. Kurzerhand wurde daraus das „Donald J. Trump Institute of Peace“. Man wolle den „größten Dealmaker in der Geschichte des Landes“ würdigen, so die Regierung.
Vom Verteidigungs- zum Kriegsministerium
2025 ordnete er an, das „Department of Defense“ wieder als „Department of War“ zu bezeichnen. Der historische Name war 1947 abgeschafft worden, als die USA ihre militärischen Strukturen neu organisierten. Trump begründet die Rückkehr mit einer Betonung militärischer Stärke. Eine vollständige gesetzliche Umbenennung müsste allerdings vom Kongress beschlossen werden.
Militärstützpunkt
Auch in North Carolina wurde der Militärstützpunkt Fort Liberty wieder zu Fort Bragg. Der ursprüngliche Name erinnerte an den konföderierten General Braxton Bragg, einen Unterstützer der Sklaverei. Nun soll er allerdings nicht mehr an den General erinnern, sondern an einen gleichnamigen US-Soldaten des Zweiten Weltkriegs.
Der Donald J. Trump Flughafen
Der internationale Flughafen von Palm Beach, unweit von Trumps Anwesen Mar-a-Lago, wurde 2026 in „President Donald J. Trump International Airport“ umbenannt. Diese Umbenennung ging jedoch nicht direkt auf ihn zurück. Der republikanische Gouverneur Floridas, Ron DeSantis, unterzeichnete das entsprechende Gesetz.
Münzen und Programme
Nicht nur Gebäude und Landkarten sollen seinen Namen Tragen, auch politische Programme und Münzen. Mit den „Trump Accounts“ beispielsweise erhielten 2026 staatlich unterstützte Anlagekonten für Kinder seinen Namen. Hinzu kommt eine geplante Ein-Dollar-Münze mit Trumps Porträt zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit.
Kriegsschiffe
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Source:: Kurier.at – Politik



