
Aufständische Soldaten haben nach Angaben aus Sicherheitskreisen den Präsidentenpalast im Niger angegriffen. Die Präsidialgarde habe den Angriff in der Haupstadt Niamey abgewehrt, verlautete am Samstag aus Sicherheitskreisen. Die Kämpfe dauerten demnach weiter an. Die ganze Nacht hindurch waren Schusswechsel zu hören, vor allem rund um den Präsidentenpalast, aber auch nahe dem Flughafen, wo sich ein wichtiger Militärstützpunkt befindet.
Das Staatsfernsehen war am Samstag in der Früh zeitweise unterbrochen. Das Militär rief zur Ruhe auf und mahnte, keine unbestätigten Informationen weiterzugeben. „Unsere Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sind mobilisiert worden zur Verteidigung der Heimat“, hieß es auf den offiziellen Seiten des Militärs in Online-Netzwerken. Das westafrikanische Land wird seit einem Putsch im Jahr 2023 von einer Militärjunta unter General Abdourahamane Tiani regiert.
Die Militärjunta hat Mühe, die Gewalt von Jihadisten in dem westafrikanischen Land einzudämmen. Der Flughafen von Niamey wurde in diesem Jahr bereits zwei Mal von Jihadisten angegriffen: im Jänner vom Islamischen Staat (IS) und Ende Juni von dessen Rivalen JNIM, dem Sahel-Arm des Extremistennetzwerks Al-Kaida. Die Armee konnte beide Angriffe abwehren, allerdings wurden bei der Attacke im Juni elf Soldaten und zwei Zivilisten getötet.
Source:: Kurier.at – Politik



