Zurück im Parlament: Erwin Wurm porträtiert Wolfgang Sobotka

Politik

Erwin Wurm ist einer der renommiertesten Künstler Österreichs. Seine Skulpturen sind weltweit gefragt und erzielen auf dem Kunstmarkt Höchstpreise. Ins Parlament schaffte er es mit seinen Werken bisher dennoch nicht. Und das, obwohl der ehemalige ÖVP-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bei der Sanierung und Renovierung des Hohen Hauses am Ring mit Werken von Erwin Wurm ein Statement für die zeitgenössische Kunst in Österreich setzen wollte.

Ursprünglich war eine Skulptur am Ring geplant. Das scheiterte am Veto der Stadt Wien. Als Ausweg schlug Sobotka vor, die Skulptur an der Rückseite des Parlaments in der Reichsratsstraße zu platzieren. Erneut kam ein Nein aus dem Wiener Rathaus. Wolfgang Sobotka ließ nicht locker und knapp vor seinem Ausscheiden aus dem Hohen Haus wurden zwei Skulpturen von Erwin Wurm angeschafft und im Parlament platziert. Gegen den Widerstand des damaligen Parlamentsdirektors Harald Dossi, der sich erst einer Weisung fügte.

Wolfgang Sobotkas Nachfolger, FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, hielt wenig von diesen Kunstwerken und gab die beiden Skulpturen nach Amtsantritt an den Künstler zurück. Das Parlament hatte sie um insgesamt 271.000 Euro erworben, mittlerweile sollen sie doppelt so viel wert sein.

Für Erwin Wurm, der in Wien und im Weinviertel lebt, ist das Kapitel Parlament damit aber noch nicht abgeschlossen. Er erhielt jetzt von Wolfgang Sobotka den Auftrag, dessen Porträt für die Präsidenten-Galerie zu gestalten. So ein Porträt steht allen Nationalratspräsidentinnen bzw. Nationalratspräsidenten zu. Vor Monaten war schon gerätselt worden, wen Sobotka für sein Porträt wählen wird. Dass es Erwin Wurm ist, hat schon eine besondere Note. Es fehlen übrigens auch noch die Porträts von zwei Nationalratspräsidentinnen: Von Doris Bures (SPÖ), weil sie noch immer im Präsidium sitzt. Und von Kurzzeitpräsidentin Elisabeth Köstinger (ÖVP). MAG

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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