
Es ist das Ergebnis monatelanger Vorbereitungen durch FPÖ-EU-Abgeordneten Harald Vilimsky und ein ganz wichtiger Brückenschlag für die FPÖ. Mehr als 20 Jahre, nachdem eine FPÖ-Regierungsbeteiligung in Österreich offene Empörung in Israel und den USA und zuletzt Sanktionen gegen Österreich ausgelöst hatte, sitzt FPÖ-Chef Herbert Kickl mit israelischen Politikern an einem Tisch in Brüssel. Vilimsky reiste wiederholt nach Israel, um dort Verbindungen zu Vertretern der regierenden Likud-Partei von Premier Benjamin Netanjahu zu knüpfen. Und das ist dem EU-Parlamentarier offensichtlich gelungen.
Israel und Europa: Gemeinsamer Kampf gegen Islamismus
Vilimsky veranstaltete am Mittwoch im EU-Parlament in Straßburg eine Konferenz zu den Themen Antisemitismus, Antizionismus und Islamismus. Und dort erschienen nicht nur mehrere führende Vertreter des Likud – die meisten vom ausgesprochen rechten Rand der Partei -, sondern auch FPÖ-Chef Herbert Kickl. Außerdem nahmen Vertreter anderer rechter Parteien in Europa wie der ungarischen FIDESZ oder spanischen Vox-Partei teil, dazu auch ein Vertreter jüdischer Siedler im Westjordanland. Vilimsky sprach stolz von einer „Freundschafts-Achse“, die er zu führenden Vertretern Israels geschlagen habe, da kümmerten ihn „die Linken in Wien“ nicht. Gemeint waren offensichtlich Vertreter der jüdischen Gemeinde in Wien.
Prominente Vertreter des Likud wie etwa Ariel Kellner oder Ariel Bulshtein sprachen bei der Konferenz über den Terroranschlag und den Massenmord der Hamas am 7. Oktober 2023. Ihre Schlussfolgerung: Dieser Anschlag habe sich nicht nur gegen Israel gerichtet, sondern auch gegen Europa und dessen christlich-jüdische Werte. Was heute in Israel passiere, könne morgen in Europa passieren. Denn viele Moslems in Europa „wollen nicht Teil Europas werden, sondern wollen, dass Europa Teil der islamischen Nation wird“. Israel sei ein Bollwerk gegen den Islamismus, auch in Europa, die EU aber richte sich gegen Israel.
FPÖ und Kickl als „Freunde Israels“
Die Likud-Vertreter bedankten sich ausdrücklich bei der FPÖ, bei Harald Vilimsky und Herbert Kickl, sprachen von ihnen als Freunden Israels und des jüdischen Volkes. Auch Kickl sprach in seiner Rede vor der Konferenz vom 7. Oktober und schlug ebenfalls die Brücke zum Terror in Europa. Unter dem Deckmantel der Verfolgung hätten Islamisten in Europa „Parallelgesellschaften“ gegründet. Kickl betonte zwar, dass er „kein Pauschalurteil“ gegen Moslems fällen wolle, sprach aber von einer „alarmierenden Eskalation des Antisemitismus in Europa“. Die FPÖ jedenfalls stehe an der Seite Israels und des jüdischen Volkes, man werde das jüdisch-christliche Erbe in Europa verteidigen. Wenn er Bundeskanzler in Österreich sei, betonte der FPÖ-Chef, werde man sich als treuer und unerschütterlicher Freund Israels zeigen.
Source:: Kurier.at – Politik



