
Als leidenschaftlicher Abfahrer ist es Vincent Kriechmayr ja eigentlich gewohnt, stets die direkte und schnellste Linie zu wählen. In diesem Sommer freilich führen den Routinier und seine ÖSV-Kollegen nur Umwege ans Ziel: Nämlich eine ideale Vorbereitung auf den Winter.
Um auf die wichtigen Abfahrtskilometer zu kommen, sammeln Kriechmayr & Co. Flugmeilen, schon zum zweiten Mal jettet der Oberösterreicher zum Sondertraining um die halbe Welt ins ferne Chile. ÖSV-Chefcoach Marko Pfeifer sah sich zu diesem Schritt gezwungen, weil seine Abfahrer sonst zur Untätigkeit gezwungen wären.
Schneemangel
Der akute Schneemangel auf den Gletschern in Mitteleuropa lässt aktuell schlicht kein Speedtraining zu. Zwar wurde inzwischen im Pitztal, im Schnalstal und am Stilfser Joch der Skibetrieb aufgenommen, dort stehen sich aber die Slalom- und Riesentorläufer gegenseitig auf den Skiern. Auf den Schweizer Gletschern wiederum haben die eidgenössischen Speedläufer die Vorfahrt.
Es ist nur eine dreiköpfige Abordnung, die zum zweiten Mal nach Südamerika aufgebrochen ist. Neben Kriechmayr absolvieren auch noch seine Teamkollegen Daniel Hemetsberger und Stefan Eichberger den Sonderkurs in Chile. Dieser enorme logistische Aufwand soll sich dann in Erfolgen niederschlagen, wenn die Abfahrer Ende November in Nordamerika in die Saison starten.
Der Weltcup beginnt in drei Wochen in Sölden mit zwei Riesentorläufen (24./25.10.). Aktuell sind die Pistenchefs dabei, mit dem Schnee aus den Depots die Rennpiste zu modellieren.
Source:: Kurier.at – Sport



