Cevapcici, Tränen und ein Rätsel: Die verschiedenen Abschiede der Fußball-Stars

Sport

Ein letzter Auftritt mit großem Tamtam oder einfach die Koffer packen und nach Hause fahren? Für manche endet eine große Nationalteam-Karriere mit einer großen Bühne, für andere fast beiläufig. In diesen Tagen zeigt sich bei einigen Fußball-Stars, wie unterschiedlich der letzte Auftritt im Trikot des eigenen Landes aussehen kann.

Cristiano Ronaldo: Abschied mit Fragezeichen

Beim portugiesischen Superstar ist nicht einmal klar, ob es überhaupt schon der letzte Auftritt war. Der Fall rund um Cristiano Ronaldo sorgte in dieser Woche für viel Aufsehen. Am Mittwoch reiste der 41-Jährige per Privatjet nach Madrid – und das einen Tag vor dem Nations-League-Spiel gegen Dänemark.

Grund dafür soll die Nicht-Berücksichtigung gegen Norwegen gewesen sein. Ronaldo saß 90 Minuten auf der Bank und zog daraus scheinbar seine Konsequenzen. Die Medien in seinem Heimatland interpretierten die Aktion als Rücktrittserklärung. Zu den genauen Gründen will sich Ronaldo selbst zu einem „richtigen Zeitpunkt“ äußern.

Nationaltrainer Jorge Jesus steht seither in der Kritik – vor allem bei den abertausenden Ronaldo-Fans. Vor der Zentrale des portugiesischen Fußballverbands wurde am Freitag ein großes Plakat mit Jesus aufgehängt. Die Botschaft: „Du bist der Aufgabe nicht gewachsen.“ 234 Länderspiele absolvierte Ronaldo für Portugal, damit ist er weltweit Rekordspieler. Ob noch eines hinzukommt, ist fraglich.

Lionel Messi: Das große Fest zum Schluss

Deutlich festlicher wird der Abschied von Lionel Messi. Der Argentinier wird in der Nacht auf Mittwoch gegen den Benin noch einmal im Nationaltrikot auflaufen. Ende August hatte der 39-Jährige seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet.

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Die Vorfreude in seiner Heimat ist groß: Die Tickets für das Spiel in Buenos Aires waren in weniger als zwei Stunden ausverkauft.

„Ich glaube, dass ein Spieler wie er das verdient hat“, sagte Teamchef Lionel Scaloni. Auch für Stürmerstar Lautaro Martinez wird es ein besonderer Abend: „Hoffentlich gibt es nicht zu viele Tränen.“ Messi absolvierte 207 Länderspiele und gewann zweimal die Copa America. Der größte Erfolg ist allerdings der WM-Titel 2022 in Katar.

Edin Dzeko: Ein Abschied mit Cevapcici

Der Bosnier hat seine letzte Partie bereits hinter sich. Edin Dzeko lief am Freitag letztmals für die Nationalmannschaft auf. Beinahe hätte sich der 40-Jährige dabei sogar mit einem Tor verabschiedet. Kurz vor der Halbzeit traf er zur vermeintlichen Führung, doch der Treffer zählte nicht, weil der Ball zuvor im Aus war.

An der Feierstimmung änderte das nichts. Nach 62 Minuten verließ Dzeko durch ein Spalier und begleitet von tosendem Applaus der Fans zum letzten Mal den Platz. Wie sehr der Stürmerstar in seiner Heimat verehrt wird, zeigte sich bereits vor dem Anpfiff.

In der Hauptstadt Sarajevo hing ein überdimensionales Dzeko-Trikot von einem Gebäude in der Innenstadt. Darauf zu lesen: „Danke, Diamant.“ Selbst die Kulinarik wurde an diesem Tag angepasst. Etliche Restaurants servierten elf statt der zehn üblichen Cevapcici – in Anlehnung an Dzekos Rückennummer.

Marko Arnautovic: Kein Abschiedsspiel

Kein Abschiedsspiel bekommen wird Marko Arnautovic. Mit Tränen in den Augen beendete der ÖFB-Rekordtorschütze nach der Niederlage im WM-Sechzehntelfinale gegen Spanien seine Nationalteamkarriere.

Ganz ohne Würdigung wird der 37-Jährige allerdings nicht bleiben. Eine feierliche Verabschiedung im Zuge eines Länderspiels ist für 2027 noch geplant.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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