Donau-„Derby“ in Floridsdorf: Die Leiden des jungen Trainers

Sport

Von Lukas Bergmann

In der Floridsdorfer Nordmanngasse kam es zum Aufeinandertreffen der zwei Regionalligisten mit „Donau“ im Namen. Das Derby SR Donaufeld gegen den SV Donau könnte auch auf den Fanrängen für Brisanz sorgen – möchte man meinen. Das Zuschauerinteresse war da, jedoch nicht so ausgeprägt wie anfangs vermutet. Dabei lag es dieses Mal nicht am desaströsen Zustand des Rasens – die Löcher wurden wie ein Fleckerlteppich geflickt. Selbst die leidenschaftlichen Ultras des SV Donau waren nicht mit Vollbesetzung vor Ort. Zumindest beim Heimteam ist das nicht ganz verständlich: Donaufeld startete solide in die neue Regionalliga-Saison und kämpft um den Anschluss an die Tabellenspitze.

Beim SV Donau sah die Situation jedoch ganz anders aus. Nur zwei Siege, dafür sieben Unentschieden und drei Niederlagen zeigten, dass hier definitiv Luft nach oben ist. Durch den Katastrophenstart von Wienerberg und die Leistungsschwäche von Horn steht man immerhin nicht am Tabellenende.

Offensiv spielte der SV Donau grundsätzlich ansprechenden Fußball – wenn da nur die Chancenverwertung passen würde. In der Defensive zeigten die Kaisermühlener jedoch Löcher wie die Krater in Donaufelds Rasen vor den Reparaturen, vor allem in der ersten Hälfte. Der Endstand von 1:0 für Donaufeld zeigte jedoch, dass dem SV Donau nicht viel fehlt, um auch wieder weiter oben mitzuspielen. Sie bleiben ihrer Philosophie treu und setzen voll und ganz auf ihre Jugendarbeit. Dafür holte sich der Verein nach dem Abgang von Jürgen Halper einen Trainer, der die Jungspunde weiterentwickeln soll: Dardan Zariqi, der unter anderem im Nachwuchszentrum in St. Pölten die U16 sowie die Jugend von Austria und Vienna trainierte.

  Rapid sammelt Bestmarken, Trainer Hoff Thorup Material für Kritik

Der Sprung in die Kampfmannschaft war für den 34-Jährigen jedoch gar nicht so einfach: „Es ist natürlich eine große Umstellung in den Profibereich. Ich war bis jetzt nur im Nachwuchsfußball. Der Anfang war nicht leicht, aber der Fortschritt, den wir von Woche zu Woche machen, gibt mir den Optimismus, dass wir in der nächsten Zeit wieder gute Resultate einfahren werden.“ Die Zielsetzung ist für Zariqi klar: „Wir wollen auf jeden Fall in die Top zehn kommen. Wir wissen aber alle, dass es sehr schwer wird. Die Mannschaft ist jung und hungrig; wenn wir noch im Winter ein, zwei erfahrene Verstärkungen holen können, dann ist das Ziel durchaus realistisch.“

Für Donaufeld ist dieser Sieg ein weiterer Schritt in Richtung Tabellenspitze. Sie liegen zwar auf Platz sieben, es fehlen aber nur fünf Punkte auf den Tabellenführer aus dem Marchfeld und nur drei auf den Sport-Club. Dieses Kopf-an-Kopf-Rennen in der Regionalliga derzeit ist aber auch Donaufeld-Trainer Jürgen Michorl bewusst: „Wir liegen auf Platz sieben, nur fünf Punkte hinter den Ersten, aber auch nur sieben Punkte vor den ersten Abstiegsplätzen. Die Liga ist derzeit irrsinnig ausgeglichen, da entscheiden nur Details, deshalb müssen wir aufpassen.“

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.