
Selten wurde eine Zweitrunden-Verliererin so gelobt, selten herrschte so ein Andrang bei einer jungen Dame, die sich soeben vom Einzelbewerb verabschiedet hatte. Lilli Tagger, erst 18, hatte viele Bewunderer gewonnen. Bei ihrer 3:6-6:3-1:6-Niederlage spielte sie gegen die Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova, die auch heuer zum erweiterten Favoritenkreis zählt, teilweise großartiges Tennis.
Vor allem mit ihrem Aufschlag und ihrer einhändigen Rückhand konnte die Osttirolerin überzeugen. Und deshalb hielt sich auch die Enttäuschung zurück. „Ich war überrascht, dass ich einen Satz gewinnen konnte“, gestand Tagger nach dem Match. „Alles in allem habe ich das Match extrem genossen.“ Anisimova ist nicht nur ein Vorbild für sie, sondern ein Wegweiser. „Dort will ich auch hinkommen, ich glaube, ich kann es schaffen“, sagt Tagger, die am Freitag im Doppeleinsatz mit der Italienerin Sara Errani ist.
Sonst ist längst alles professionell. Tagger hat den selben Ausrüster wie die extravagante Naomi Osaka, die mit einem silbernen Umhang ins Arthur Ashe Stadium kam. „Ich schau mir das schon an“, so Tagger. Und beruhigt: „Aber meines ist das nicht.“
Source:: Kurier.at – Sport



