Millionenpleite eines bekannten Herstellers von Schlössern und Beschlägen

Wirtschaft

„Als Hauptursachen für die Insolvenz nennt die Geschäftsführung stark gestiegene Lohnkosten in der Metallindustrie und deutlich erhöhte Energiepreise. Auch hohe Fremdfinanzierungen für Investitionen und daraus resultierende Liquiditätsengpässe hätten das Unternehmen in Schieflage gebracht. Problematisch sei zudem der Aufbau eines zusätzlichen Geschäftsfeldes im Bereich der Spirituosenproduktion verlaufen“, so der AKV. Weitere Belastungsfaktoren seien erhebliche Mehrkosten durch Baumängel bei einer neu errichteten Produktionshalle sowie der Verlust erfahrener Mitarbeiter durch Pensionierungen gewesen.

Die Rohrbacher Schlosswarenfabrik Wilh. Grundmann GmbH hat beim Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das bestätigte der AKV heute, Freitag, dem KURIER. Von der Insolvenz sind 63 Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen wurde im Jahr 1894 gegründet.

Das Unternehmen mit Sitz in Hainfeld, NÖ, ist auf die Produktion von Schlössern, Türbeschlägen sowie Komponenten für Türen und Fenster spezialisiert. Die Fertigungspalette reicht von der Metallbearbeitung über Oberflächenveredelung bis zur Herstellung von Messing-, Zink- und Aluminiumteilen. Zusätzlich produziert und füllt die Firma Spirituosen ab. Beliefert werden Kunden in ganz Österreich.

Schulden und Vermögen

Laut AKV betragen die Verbindlichkeiten rund 9,5 Millionen Euro, die Aktiva rund 7,72 Millionen Euro.

Quote von 20 Prozent geplant

„Das Unternehmen strebt eine Fortführung an. Den Gläubigern soll ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten werden, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Plans“, so der AKV. „Das Unternehmen verfügt über betriebsnotwendige Liegenschaften, Maschinen und Anlagen sowie umfangreiche Lagerbestände und Forderungen. Die Liegenschaften sind allerdings zugunsten finanzierender Kreditinstitute belastet.“

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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