
Nach der WM ist vor der Nations League. Am Donnerstag spielt wieder Österreich.
Die relevanten Fragen und Antworten zum komplizierten, aber für Österreichs Nationalteam durchaus wichtigen Bewerb der UEFA:
Worum geht es eigentlich in dieser Nations League?
Der UEFA und ihren Verbänden ist aufgefallen, dass Testspiele beim Publikum nicht mehr gut ankommen und von den Teamspielern gerne für leichtfertige Absagen genutzt werden. Deswegen wurde die Nations League als zusätzlicher, wenn auch nicht extrem wichtiger Bewerb erschaffen. Länder auf ähnlichem Niveau sollen um Auf- und Abstieg spielen.
Durch die Duelle der Top-Teams in Liga A sind an jedem Spieltag internationale TV-Kracher garantiert, am Ende gibt es ein Finalturnier. Portugal ist der Titelverteidiger.
Hat Österreich nicht einmal durch die Nations League profitiert?
Genau. Nach einer schwachen Quali für die WM 2022 zählte Österreich zu den Aufsteigern in der Nations League, die nicht für die Endrunde qualifiziert waren, und kam so noch ins Play-off um ein WM-Ticket – vergeblich.
Dieses UEFA-Zuckerl wäre auch für das Play-off zur EM 2028 möglich.
Wie lautet das Ziel von Österreich?
Als Nummer 23 der Weltrangliste ganz klar der – im Jahr 2024 knapp verpasste – Aufstieg. Das wird auch von ÖFB-Boss Josef Pröll eingefordert.
Der Verband könnte dann 2028 mit ausverkauften Heimspielen gegen Nationen wie Frankreich rechnen – so wie 2022, als Österreich bereits einmal Teil der Liga A war.
Welcher Gegner ist der stärkste?
Irland, Israel und der Kosovo liegen in der Weltrangliste auf den Plätzen 55, 76 und 78 – sollten also auf ähnlichem Niveau spielen.
Kosovo-Teamchef Franco Foda, der am Sonntag in Wien der Gegner ist, kennt das ÖFB-Team sicher am besten.
In Israel hat Österreich traditionell zu kämpfen, aber zum Auftakt in Linz müssen drei Punkte das Ziel sein.
Auch wenn Israel zwei Stars hat: Spielmacher Oscar Gloukh, der vor einem Jahr um 15 Millionen von Salzburg zu Ajax Amsterdam gewechselt ist, und Anan Khalaili auf der rechten Seite. Der 22-Jährige ist von Saint-Gilloise um 24,5 Millionen zu Crystal Palace gewechselt und spielt beim Conference-League-Sieger in London auch regelmäßig.
Was ändert sich am aktuellen Format?
Die 2018 gestartete Nations League bestand bisher aus vier Leistungsstufen. Jetzt folgt der Übergang zu nur noch drei Spielklassen, die bei der nächsten Ausgabe 2028 ausgespielt werden.
In einer Gruppe sammeln sich dann sechs statt vier Länder, also fünf Gegner.
Welche Folgen hat die Reform konkret?
Gleich bleibt, dass Österreich als Erster aufsteigen und als Tabellendritter in der Liga B bleiben würde. Als Zweiter würde es doch noch eine Chance auf den Aufstieg geben: In einem Play-off gegen eines von vier Teams aus Liga A.
Und selbst Platz vier – was aus sportlicher Sicht ein Desaster wäre – würde nicht automatisch den Abstieg bedeuten. Es würde ein Play-off gegen einen Tabellenzweiten aus Liga C folgen.
Source:: Kurier.at – Sport



