
Das neue Gesetz zur CO2-Speicherung regelt genau, wie viel CO2 vergraben werden darf. Eine zentrale Frage lässt es aber unbeantwortet: Wie kommt das überhaupt vom Fabriksschlot zum Speicher?
Als Übergangslösung könnten Lkw genommen werden, doch ein Lkw kann maximal etwa 18 Tonnen transportieren. Ein Transportwaggon auf der Schiene schafft mit 62 Tonnen schon deutlich mehr. Ein Binnenschiff kann sogar 2.000 Tonnen transportieren.
Doch falls wirklich bis zu sieben Millionen Tonnen jährlich in Tiefspeichern versenkt werden sollen, ist das alles nicht ausreichend.
CO2-Pipelines
Als Lösung wird ein Rohrleitungssystem, auch bekannt als Pipeline, angedacht. Bereits 2024 wurde diese Möglichkeit in einer Studie im Auftrag des Klimaministeriums untersucht: Das AIT Austrian Institute of Technology, die Gasnetz-Gesellschaft AGGM sowie die Montan-Uni haben damals durchgerechnet, wie ein österreichisches CO2-Netz aussehen könnte – und was es kosten würde.
Für das gesamte Pipelinenetz rechnet die Studie mit Baukosten von 12 bis 18 Milliarden Euro – je zur Hälfte für die Leitungen selbst und für Verdichter- und Pumpstationen. Dazu kommen laufende Kosten von 1 bis 3 Milliarden Euro pro Jahr, größtenteils für den Strom, der für die Verdichtung des gebraucht wird. Macht zusammen 35 bis 50 Euro pro transportierter Tonne.
Der Transport ist dabei nicht einmal die teuerste Etappe. Die Abscheidung des CO2 direkt am Schlot macht laut Studie rund die Hälfte der Gesamtkosten der Kette aus – der Pipelinetransport innerhalb Österreichs nur etwa ein Fünftel.
Die Studie gibt zu, bei den Kosten eine große Schwankungsbreite zu haben. Das Umweltbundesamt rechnet bis 2040 mit kumulierten Investitionskosten von 10,7 Milliarden Euro für Anlagen und das Transportnetz.
Ungeklärt ist, wer das am Ende bezahlen soll.
Die ganze AIT-Studie zum Download.
Source:: Kurier.at – Politik



