Auf nach Bologna: Doch wie lange gibt es das Davis-Cup-Format noch?

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Jubel im Prater! Österreich ist also wieder in Bologna. Doch wie lange noch? „Das Format bleibt bis 2027 noch gleich, aber dann wird es Änderungen geben“, sagt Herwig Straka, gemeinsam mit dem ÖTV Veranstalter des Davis Cups im Prater und auch im Board der Spielergemeinschaft ATP. Die jedoch nichts mit dem Davis Cup an sich zu tun hat, denn das ist Angelegenheit der ITF. Doch Straka ist bei Verhandlungen mit dabei. 

Änderungen?  Man tendiert dazu, ab 2028 das Finalturnier zu streichen. „Die Nationen  wollen wieder Heimspiele wie in den alten Zeiten.“ 
Doch wie kam es dazu, dass die alten Zeiten Geschichte sind? Weil mit dem alten Modus die Länder-Verbände Geld verloren, verständigte sich Weltverband-Präsident David Haggerty (ITF)  mit dem Konsortium von Gerard Piqué 2019 auf eine Reform. Diese  sah Gruppenphasen mit je vier Gruppen zu je vier Mannschaften vor und dann ein großes Finale mit den besten acht Teams. Allgemeine Reaktion damals: Der Davis Cup ist tot, lang lebe das Geld. 

Fünf Jahre Pique

Dieser Modus wurde von 2019 bis 2024 gespielt. Nachdem Pique Geld verloren hatte, warf er das Handtuch, eine Reform der Reform war die Folge. Seit 2024 wird nur mehr das Finale der besten acht Nationen der Welt im Turniermodus gespielt. 

Bis zum Finalturnier gibt es den alten Modus, jedoch nicht mehr auf drei Tage aufgeteilt und im Best-of-Five-Modus. „Dadurch geht der alte Charme des Davis Cups verloren“, betont Ex-Musketier Alexander Antonitsch, der eine Hochblüte des österreichischen Davis Cups durchlebte, immer wieder. 

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Diesem Modus der Best-of-Five-Matches werden eher weniger Chancen eingeräumt, „obwohl wir freilich als Veranstalter davon profitieren würden“, sagt Straka. Die Strapazen für die Spieler, die ohnehin ein dichtes Turnierprogramm haben, wären zu groß. Eine klare Mehrheit der Spieler hat sich vor Jahren für ein zweitägiges Event mit Spielen „Best of three“ ausgesprochen. 

Und der Heimcharakter würde nicht verloren gehen. Für 150 von 158 Davis-Cup-Ländern hat sich nichts geändert, sagen Kritiker einer Reform. Nur für die besten acht Mannschaften gibt es jetzt kein Heim/Auswärts- Match mehr beim Finalturnier.

Noch mehr Heimspiele 

Und hat das Finalturnier auch seine Tücken. In Bologna, wo heuer und 2026 noch die Abschlussparty über die Bühne geht, war die Halle beispielsweise bei Spielen ohne italienische Beteiligung nicht voll.  Österreich hatte die Ehre einer vollen Halle – man spielte gegen Italien (0:2).

Kleines Minus im Prater

Deshalb will man nur mehr Heim- und Auswärtsspiele, auch wenn Straka zugibt. „Am Wochenende schrieben wir ein kleines Minus, wir waren nicht ganz ausverkauft. Das muss alles erst anlaufen. Immerhin war seit 18 Jahren kein Davis Cup in Wien. Aber es ist eine Investition für die Zukunft.“
Die nahe Zukunft heißt zum zweiten Mal Bologna. Die Auslosung erfolgt am Dienstag.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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