Skifahren wird nicht sterben. Aber was ist mit dem Wintererlebnis?

Sport

Die mit Schnee und Eis überzogene Holzbank reicht für eine kurze Pause. Das Wurstsemmerl ist rasch gegessen, ein paar Schlucke aus der Trinkflasche und schon geht es zurück auf den Teich zur Revanche – solange das Tageslicht noch für Bully, Pässe und Tore reicht.

2026 ist das Tageslicht weniger das Problem. Kinder, die in den Alpen auf zugefrorenen Teichen oder gar auf der Alten Donau Eishockey spielen, werden immer seltener. Während in Europa über das Ende des Verbrennungsmotors gestritten wird, verlieren Wintersportler ihre Sportplätze durch die Erderwärmung.

Der Spengler Cup in Davos wurde einst unter freiem Himmel gespielt. Heute findet professionelles Eishockey in Hallen statt – abgesehen von einzelnen Spielen in großen Stadien.

Im Skisport verläuft diese Entwicklung langsamer. Doch auch hier geraten die natürlichen Bedingungen unter Druck. In den Alpen mussten in den vergangenen zehn Jahren 71 Skigebiete schließen. Der Ruf nach Skihallen ist verständlich: Wenn immer öfter der Schnee fehlt, soll der Winter eben unter ein Hallendach verlegt werden.

Der Skisport wird sich anpassen müssen. Skihallen können Training ermöglichen, vielleicht auch einmal ein Showevent austragen. Das Wintererlebnis am Berg ersetzen sie nicht.

Genießen wir also die Skirennen, solange sie noch im Freien stattfinden.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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