Rüstiger Jubilar: Austria- und ÖFB-Legende Robert Sara wird 75

Sport

Der Kapitän des WM-Teams von 1978 feiert am Dienstag Geburtstag. Auch Gludovatz und Box-Veteran Kovarik werden gefeiert.

Dass Robert Sara in die Öffentlichkeit drängt, geschweige denn die Nähe von Kameras sucht, kann man ihm nicht vorwerfen. Auch bei der Austria, mit der er neun Mal Meister und Europacupcup-Finalist wurde, lässt er sich nicht blicken. Und als 2018 alle 78-er-Helden anlässlich „40 Jahre Cordoba“ ins Wiener Metropol eingeladen wurden, blieb der Wiener dem Nostalgie-Fest fern. Obwohl Robert Sara Kapitän der WM-Mannschaft gewesen war, die Deutschland 3:2 besiegt hatte.

Bei einem anderen legendären 3:2 (1965 gegen England in Wembley) hatte Sara sein erstes von 55 Länderspielen bestritten. Heute wird der asketische Sara, der noch fast 40-jährig mit dem jungen Peter Stöger in der Bundesliga für FavAC spielte, 75 Jahre alt.

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Ebenfalls seinen 75er wird – einen Tag später – Paul Gludovatz feiern. Unter Regie des Burgenländers drang die ÖFB-U-19-Auswahl mit Talenten à la Zlatko Junuzovic bei der WM 2007 in Kanada bis ins Halbfinale vor, wurde die SV Ried 2011 Pokalsieger

Agentur Diener/DIENER / Philipp Schalber

Für einen außergewöhnlichen Geburtstag ließ die Box–Familie soeben ihren außergewöhnlichen früheren Trainer mit Corona-bedingter Verspätung hochleben. Dass Josef Kovarik g’sunde 90 Jahre ist, führt er auf Hantel-Training und gute Pflege („I bin seit 68 Jahren verheiratet“) zurück.

Von Kovariks Boxern wurden 35 Staatsmeistertitel errungen. Ist Josef „Jo Tiger“ Pachler zu Österreichs letztem Profi-Box-Europameister geworden, war Christian Sittler bei Olympia 1976 in die dritte Runde gekommen.

„Das Handtuch ist net zum Wacheln, sondern für Eure Gesundheit da, hab ich den Burschen immer gesagt.“ Was bedeutete, dass er das Handtuch als Zeichen für Kampfabbruch in den Ring warf. „Die Gesundheit war mir das wichtigste.“

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Tatsächlich erschienen zu Kovariks 90-er ins Inzersdorfer Sportler-Restaurant von Ex-Amateurchampion Ferdinand Pachler lauter körperlich wie geistig fitte Veteranen. Am Abend wollte jeder in ORF III die Doku mit Sigi Bergmann über Hans Orsolics , 74, sehen.

Anders als Kovariks Boxer war (Ex-)Europameister Orsolics – im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Umfallen – in Kämpfe getrieben worden. Mit gesundheitlich wie finanziellen Folgen. Kaum gewonnen waren die Schilling-Millionen schon zerronnen. Dank Bergmann und dem Song „Mei patschertes Leben“ schaffte es Orsolics zwar noch einmal ins Rampenlicht (= in die Hit-Parade) . Dann aber wurde es still um Hanseee, der seine Wohnung, die mit 37 Quadratmetern gleichklein wie ein Boxring ist, kaum verlassen kann.

Zunächst wäre Orsolics, wie Bergmann erzählt, fast Kicker geworden „Aber nach einem bösen Foul an ihn, hat sich der Hansi revanchiert.“ Worauf mit einer einjährigen Sperre die Fußball-„Karriere“ endete, die er beim SV Donau begonnen hatte. Beim selben Verein wie Robert Sara…

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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