Wimbledon steht Kopf: Newcomer Fery schaffte, was nur drei ganz Großen gelang

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Ein Königreich für einen Newcomer: Der Brite Arthur Fery schrieb mit seinem glatten 6:4-7:6(4)-6:0-Sieg über den italienischen French-Open-Finalisten Flavio Cobolli im Wimbledon-Viertelfinale ein Stück Tennis-Geschichte. 

Erst drei Wild-Card-Spieler war es zuvor gelungen, in ein Grand-Slam-Halbfinale einzuziehen. Und das waren große Herren. 

Allen voran natürlich Goran Ivanisevic, der 2001 mit knapp 30 Jahren im Endspurt seiner Karriere in Wimbledon doch noch den großen Wurf schaffte und den heißersehnten Grand-Slam-Titel holte. Der Kroate war damals als Nummer 125 noch schlechter platziert als Fery (114.) und musste zuvor Hotels nie lange buchen, weil er bei Turnieren nie recht lange verweilen durfte. Ihn hatten damals die wenigsten Kenner auf der Rechnung, nach einem Fünf-Satz-Thriller im Finale gegen den Australier Pat Rafter war aber die Sensation perfekt. 

Jimmy Connors war 268 Wochen die Nummer eins und gewann acht Grand-Slam-Titel. 1991, mit 39 Jahren, hatten 1991 aber selbst die kühnsten US-Optimisten nicht mehr auf ihn gesetzt. Als der Superstar bei den US Open ins Halbfinale marschierte, stand nicht nur New York Kopf. Connors war als Nummer 174 ins Turnier gestartet.

Der dritte Herr im Bunde erlebte ein ähnliches Freudenfest. Der Franzose Henri Leconte war zwar erst 28, hatte aber seine beste Zeit auch schon, als er unter dem Jubel der Fans 1992 ins Halbfinale der French Open einzog. Als Nummer 200 der Welt war der Publikumsliebling freilich auf eine Wild Card angewiesen. 

Ins Finale könnte es für Fery am Freitag gehen, da wartet im Halbfinale der Deutsche Alexander Zverev.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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