Zwischen Anspruch und Realität: Ein WM-Mitfavorit im Härtetest

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Vor knapp über einem Jahr übernahm Star-Trainer Carlo Ancelotti die brasilianische Fußballnationalmannschaft. Der Auftrag war klar: Brasilien wieder an die Weltspitze führen. Denn die vergangenen beiden Weltmeisterschaften endeten für die Ansprüche des Rekordweltmeisters jeweils zu früh. Sowohl 2018 gegen Belgien als auch 2022 gegen Kroatien war bereits im Viertelfinale Endstation.

Vor WM-Duell gegen Japan: Brasilien „nicht perfekt“

Auch bei der WM 2026 ist Brasilien (noch) auf der Suche nach seiner Topform. Auf ein mühevolles 1:1 gegen Marokko folgten zwei souveräne 3:0-Erfolge gegen die Underdogs Schottland und Haiti. Im Sechzehntelfinale wartet nun mit Japan ein echter Härtetest (19 Uhr/live ORF1).

Dass noch nicht alles wie geschmiert läuft, weiß auch Ancelotti: „Wir sind nicht perfekt. Wir können uns noch verbessern. Zum Beispiel unser Tempo am Ball. Da können wir schneller sein.“ Dennoch sah der Italiener im Verlauf der Gruppenphase eine positive Entwicklung der „Selecao“: „Ich bin zufrieden, denn die Mannschaft hat sich seit dem ersten Spiel stark verbessert.“

Japan: Gute Erinnerungen an Brasilien

Eine weitere Steigerung wird allerdings auch in der ersten K.-o.-Runde gegen Japan nötig sein. Erst im Oktober 2025 verspielte Brasilien in einem Freundschaftsspiel gegen die „Blue Samurai“ eine 2:0-Halbzeitführung und musste sich am Ende sogar noch mit 2:3 geschlagen geben.

„Vielleicht sind sie gerade deshalb noch motivierter“, mutmaßte Japans Teamchef Hajime Moriyasu mit Blick auf den damaligen Erfolg über den Rekordweltmeister. Die Japaner überstanden die Gruppenphase souverän und blieben ungeschlagen. Gegen Tunesien (4:0) feierten die Asiaten einen Sieg, gegen Schweden (1:1) und die Niederlande (2:2) gab es jeweils ein Remis.

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„Großer Respekt“

Für die „Blue Samurai“ ist die WM 2026 die achte Teilnahme an einer Endrunde in Folge. Viermal überstand man dabei die Gruppenphase. Jedes Mal war jedoch bereits in der ersten K.-o.-Runde Endstation. Das soll sich am Montag gegen die „Selecao“ ändern.

Man habe zwar „großen Respekt“ vor Brasilien, „aber dennoch glauben wir, dass wir eine Chance auf den Sieg haben“, freut sich Moriyasu auf das Duell.

Der Sieger der Begegnung trifft im Achtelfinale dann auf die Elfenbeinküste oder Norwegen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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