Hattmannsdorfer zu Gasreserven: „Österreich hat vorgesorgt“

Wirtschaft

Der Preis für eine Megawattstunde Gas liegt an der Börse derzeit bei rund 66 Euro. Vor einem Jahr waren es noch 33 Euro. Der Anstieg ist auf die angespannte Versorgungslage und geopolitische Unsicherheiten, Stichwort Iran-Krieg, zurückzuführen.

Die hohen Preise führen in Europa zu Problemen bei der Speicherbefüllung. Im EU-Schnitt sind Gasspeicher gerade mal zu 62 Prozent gefüllt, das ist der schlechteste Wert seit 2011. Vergangenes Jahr lagen sie Stände zum selben Zeitpunkt um ganze 12 Prozentpunkte höher.

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Österreich über EU-Schnitt

In Österreich liegt der Füllstand aktuell bei 65 Prozent, wie Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer via Aussendung informiert. Damit liege man über dem europäischen Durchschnitt.

Aktuell sind demnach in den österreichischen Gasspeichern 65,4 Terawattstunden (TWh) Gas eingespeichert. Das entspricht bereits 87 Prozent des Jahresverbrauchs. In Deutschland sind es zum Vergleich lediglich 14 Prozent.

„Österreich hat vorgesorgt und ist bei der Gasversorgung besser aufgestellt als viele andere europäische Länder“, so Hattmannsdorfer am Donnerstag. Österreich sei neben Lettland das einzige EU-Land, das mehr als den Jahresverbrauch auf eigenem Staatsgebiet einspeichern könne. Dem Jahresverbrauch von 75 bis 80 TWh stehe eine Gesamtkapazität von 100 TWh gegenüber.

Die strategische Gasreserve wurde zuletzt bis April 2029 verlängert und bleibt damit ein wichtiger Schutz vor Versorgungsengpässen. „Diese starke Speicherinfrastruktur ist ein klarer Wettbewerbsvorteil für unseren Standort“, so Hattmannsdorfer.

Preisspirale droht

Die schleppende Befüllung in anderen Ländern könnte noch eine Preisspirale nach oben in Gang setzen. Viele Unternehmen werden „Zwangskäufe“ tätigen müssen. Der Großhandelspreis dürfte laut Analysten von derzeit knapp 70 Euro auf zumindest 110 Euro steigen. Im Extremfall seien sogar 210 Euro denkbar – vor allem, wenn der Winter kalt wird und die Nachfrage massiv steigt.

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Spüren werden das vor allem Haushalte ohne Gas-Fixpreis-Vertrag – ein Szenario wie nach Putins Ukraine-Invasion, als der Preis auf über 300 Euro stieg.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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