Warum die Stromnachzahlung schnell zur Partnerbörse wird

Wirtschaft

Zu zweit ist vielleicht nicht alles schöner, aber auf jeden Fall billiger. Wer Miete, Energie, Handytarif, Internet, ORF-Haushaltsabgabe, Auto und vielleicht sogar den Nachwuchs (oder das Haustier) aus nur einem Einkommen finanziert, muss gut haushalten. Denn ausgelegt ist unsere Gesellschaft nicht darauf.

Der Durchschnittsverdiener kommt bei Vollzeitbeschäftigung laut Statistik Austria (Stand 2024) auf ein Brutto-Monatsgehalt von rund 3.977 Euro, 14 Mal im Jahr – das sind 2.707,51 netto. Die durchschnittliche Alterspension lag 2025 bei Männern bei 2.434,77 Euro brutto im Monat. Frauen stiegen mit 1.705,26 aus. Stellt man das den monatlichen Ausgaben eines österreichischen Haushalts gegenüber – zuletzt waren das im Schnitt 2.760 Euro pro Kopf – erkennt man schnell: Das geht sich nicht aus.

Die Faustregel, dass eine Warmmiete max. 30 Prozent des Einkommens fressen sollte, war schon vor dem Inflationsschock eine knappe Sache. Wer jetzt eine Stromnachzahlung von 1.200 Euro alleine stemmen muss, begibt sich vielleicht nicht nur auf die Suche nach einem neuen Anbieter, sondern auch nach einem Lebensabschnittspartner. Mit dem lassen sich Ausgaben nämlich nicht nur im Idealfall fifty-fifty teilen, sondern auch der Blick ins Postkasterl oder in den eMail-Eingang entspannter nehmen, wenn es wieder heißt: Ihre neue Vorschreibung ist da.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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