Zwei Investoren wollen Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf übernehmen

Wirtschaft

Rund um die geplante Schließung des Tiefkühlwerks des belgischen Ardo-Konzerns in Groß-Enzersdorf kommt es zu einer interessanten Entwicklung. Wie ein gut informierter Branchenkenner dem KURIER mitteilte, bekunden zwei namhafte österreichische Investoren großes Interesse am angeblich veralteten Werk der Ardo Austria Frost GmbH. Sie haben schon vergangene Woche schriftlich den Belgiern ihre Absicht mitgeteilt, das Werk, die Liegenschaft, die Beschäftigten und die Lieferanten zu übernehmen. Bis Dienstagnachmittag haben sie aber noch keine Antwort aus der belgischen Ardo-Zentrale erhalten, wie dem KURIER versichert wird. 

Am Mittwoch ist ein weiterer Krisengipfel bei Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) in Wien angesetzt, an dem neben dem niederösterreichischen Agrarlandesrat und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) die Ardo-Manager Rob Teunissen, Tijl Goens und Rudolf Steger, der Finanzchef der Ardo Austria Frost GmbH, teilnehmen werden.

Ardo bestätigt Termin

„Ardo setzt sich für einen offenen Dialog über die geplante Schließung seines Werks in Groß-Enzersdorf ein“, teilt ein Ardo-Austria Frost Sprecher dem KURIER mit. „Für den Vormittag des 7. Oktober ist ein Treffen angesetzt, bei dem wir den Vertretern der Regierung weitere Informationen zur Verfügung stellen werden. Bis dahin werden wir keine weiteren Stellungnahmen abgeben.“ Zum Thema „Briefe der zwei österreichischen Investoren“ wollte der Sprecher keine Stellungnahme abgeben.

Rund um die Uhr Gespräche

„Parallel dazu werden in Österreich auf allen Ebenen und rund um die Uhr Gespräche geführt – mit und unter den Gemüsebauern, mit den Sozialpartnern von Arbeiterkammer, ÖGB und Wirtschaft sowie mit dem Handel“, versichert Stephan Pernkopf dem KURIER. „Heimisches Gemüse raus, belgisches rein ist zu einfach gedacht und wird auch nicht funktionieren.“ Ziel sei es, heimische Arbeitsplätze, die betroffenen Gemüsebauern sowie die heimische Wertschöpfung abzusichern.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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