Zweite Pleite eines ausgezeichneten Fisch-Restaurants

Wirtschaft

Das kommt auch nicht alle Tage vor. Am vergangenen Montag wurde am Handelsgericht Wien ein einseitiges, handschriftliches Schreiben überreicht. „Betreff: Konkursantrag. Ich, Chassidov Nona, Geschäftsführer der Fischvierterl GmbH, stelle eigenhändig einen Konkursantrag. Begründung: Der vorgesehene Partner, der schriftlich zugesagt hat, ist abgesprungen. Aufgrund dessen können wir die Quoten (Anmerkung: nicht) bezahlen und nicht weiter führen.“

Angeführt wird auch, dass sich der Betrieb am Wiener Naschmarkt in Mariahilf befindet und die Stände 177-178/ und 205 umfasst. Außerdem wurde die Aktenzahl 4 S 23/25x angeführt, die zu einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien führt. Dieses wurde am 22. Februar 2025 eröffnet. Der KURIER hat darüber berichtet.

Menüangebot mit Weinbegleitung

„Im Fischvierterl am Wiener Naschmarkt begeistern wir unsere Besucher mit fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten von bester Qualität. Ob im Restaurant oder auf dem Markt, wir haben alles, was das Fischliebhaberherz begehrt“, hieß es damals auf der Firmen-Homepage, die aktuell nicht funktioniert. „Unser Fischhandel wird drei Mal wöchentlich mit frischen Fischen und Meeresfrüchten beliefert. Durch den persönlichen Kontakt mit unseren Lieferanten wissen wir genau, woher die Fische kommen, und können unseren Kunden beste Frischqualität garantieren. Dazu kommt ein strenges Qualitäts-Management mit regelmäßigen Kontrollen.“

Und weiters wurde damit geworben: „Direkt am Wiener Naschmarkt befindet sich auch unser ausgezeichnetes Fischrestaurant mit Mittags- und Abendkarte sowie einem wechselnden Menüangebot mit Weinbegleitung. Vom Steinbutt-Filet über die beliebten Seeteufel-Medaillons in Soja-Marinade bis hin zur fangfrischen Forelle beinhaltet unsere Speisekarte ein umfangreiches Angebot an Fischspezialitäten direkt aus unserem Handel. Unser aufmerksames Personal und das einladende Ambiente setzen Ihrem Besuch die Krone auf.“

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Sanierungsverfahren wurde aufgehoben

Am 7. Juli 2025 wurde der Sanierungsplan mit 20 Prozent Quote von den Gläubigern angenommen. In weiterer Folge erhielten die Gläubiger eine Barquote von 5 Prozent, die weiteren Raten sollten binnen 12, 18 und 24 Monaten bezahlt werden. Das Ende der Zahlungsfrist wurde mit 7. Juli 2027 festgelegt.

Ursprünglich hatte der Betrieb rund 1,4 Millionen Euro Schulden und neun Dienstnehmer.

Das neue Verfahren

Insolvenzverwalter war der renommierte Sanierungsexperte und Anwalt Stephan Riel. Das neue Verfahren wurde am Donnerstag eröffnet. Riel wurde jetzt auch im Konkursverfahren unter der Geschäftszahl 4 S 113/26h zum Masseverwalter bestellt. Die erste Tagsatzung ist für 14. Dezember anberaumt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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