Millionenpleite eines ambitionierten Immobilienentwicklers

Wirtschaft

Die Insolvenzstatistik zeigt es ganz klar: Die Immobilienbranche steckt in einer tiefen Krise. Täglich gehen mehrere Immobilienunternehmen pleite.

„Laut Angaben der Schuldnerin sind die seit mehr als 6 Jahren andauernden Ausnahmesituationen (Lockdowns, Behördenverzögerungen, abrupte Zinswende, explodierende Baukosten, wesentlicher Einbruch des Käufer-/Investorenmarktes, Geopolitik) wesentlich für die Insolvenz. Diese Gemengelage führte ab 2024 zu wesentlichen Einbrüchen der Transaktionszahlen in diesem Geschäftsfeld. Damit waren und sind Wertberichtigungen sowie Restrukturierungen in den Projekten unabwendbar“, zitiert Creditreform aus dem Insolvenzantrag. „Die entgegen den Erwartungen ab Beginn 2026 eingetretene Verschärfung der Markt-Krisensituation (speziell am Wiener Immobilienmarkt) führte zu Wohnprojekt-Insolvenzen ab dem zweiten Quartal 2026 in Wien und damit zu weiteren Wertberichtigungen der Projektbeteiligungen.“

Über das Vermögen der PK Immobilien Holding GmbH, FN 274470h, mit Sitz am Thomas Morgenstern Platz 1, 9871 Seeboden am Millstätter See, Kärnten, wurde am Montag aufgrund eines Eigenantrages ein Konkursverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet, Das bestätigt Karl Quendler von Creditreform dem KURIER. 24 Gläubiger und zwei Dienstnehmer sind laut AKV, Creditreform und KSV1870 von der Pleite betroffen.

Das Unternehmen und seine Projekte

„Die PK Immobilien Holding GmbH besteht seit 20 Jahren mit Tätigkeiten in der Heimatregion und auch überregional. Der Schwerpunkt lag zunehmend auf Beteiligungen an weiteren Unternehmen, Einbringung von Development-Fachdienstleistungen, Begleitung/Übernahme entsprechender Kapitaldispositionen, Einbringung von Eigenkapital bzw. Übernahme von Sicherheiten“, so der AKV. „Es konnten bis 2025 in Kärnten ein Alpines Chalet Projekt (12 Millionen Euro) als Development verkauft werden, in Wien konnten das größte private Gesundheitszentrum Österreichs (Investmentsumme: 85 Millionen Euro) und ein hochwertiges Villenprojekt (Investmentsumme: 38 Millionen Euro) restrukturiert werden und beide Projekte befinden sich zurzeit im Bau.“

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Schulden und Vermögen

Die Passiva belaufen sich auf rund 4,7 Millionen Euro, davon entfallen 2,3 Millionen Euro drei Mezzanine-Kapitalgeber. „Die Aktiva sind mit Beteiligungen unbestimmten Wertes angegeben, sowie mit Liegenschaftsvermögen mit einem Wert von rund 2,9 Millionen Euro. An den Liegenschaften sind Pfandrechte eingetragen“, so der AKV,

Die Zukunft

„Ob und unter welchen Voraussetzungen eine Fortführung des Unternehmens im Interesse der Gläubiger wirtschaftlich sinnvoll und darstellbar sein kann, wird der Insolvenzverwalter zu beurteilen haben“, so Quendler

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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