
Spätestens jetzt sollte Vincent Kriechmayr all seine Rücktrittsgedanken beiseite schieben und weit in die Zukunft schauen. Im Idealfall bis ins Jahr 2030, wenn die nächsten Olympischen Spiele anstehen.
Ja, der gute Mann ist dann schon 38, aber er wäre nicht der erste Abfahrer, der im fortgeschrittenen Alter den Kollegen um die Ohren fährt.
Als am Mittwoch offiziell die Wettkampfstätten für die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen präsentiert wurden, musste einem zwangsläufig Vincent Kriechmayr in den Sinn kommen.
Denn dabei taucht auch eine Ski-Piste auf, die dem Oberösterreicher so richtig behagt: Die L’Eclipse in Courchevel.
Dass Vincent Kriechmayr eine Neigung zu diesem Hang hat, wäre eine glatte Untertreibung. Nein, er fährt sogar richtig auf diese Abfahrt ab.
Wenn er auf der berühmten Saslong im Grödnertal traditionell neben der Spur steht – nur ein Top-Ten-Platz auf der Originalstrecke – so ist die L’Eclipse die erklärte Lieblingspiste des 34-Jährigen.
3 Weltcuprennen, 3 Siege
In Weltcuprennen ist Vincent Kriechmayr in Courchevel sogar noch ungeschlagen. Drei Mal wurde bisher auf der L’Eclipse um Weltcuppunkte gefahren, drei Mal war der Doppelweltmeister von 2021 nicht zu schlagen.
2022 gewann Kriechmayr den Super-G und die Abfahrt, in der vergangenen Saison triumphierte er in der Abfahrt und feierte seinen 20. Weltcupsieg.
Im Siegerinterview hatte er damals gemeint: „Vor der Saison war ich mir sicher, dass ich nach dem Jahr den Hut drauf haue. Aber im Moment macht es mir viel Spaß.“
Und dieser Elan dürfte nicht geringer geworden sein, seit er wieder seinen vertrauten Konditionstrainer an seiner Seite hat: Der scheidende ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer erfüllte dem Team-Leader den Wunsch und holte Peter Meliessnig zurück an Bord.
Source:: Kurier.at – Sport



